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Quellen:
Dr. med. Lisa KöhlerLeiterin medizinischen Abteilung

Sie haben Fragen zu RSV oder der RSV-Impfung? Sprechen Sie im Idealfall direkt mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker, ob eine RSV-Impfung für Sie von der STIKO empfohlen wird.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine fortschreitende, nicht heilbare Erkrankung der Atemwege, die durch eine dauerhafte Entzündung und Verengung der Bronchien sowie durch die Zerstörung des Lungengewebes gekennzeichnet ist. Zu den Hauptursachen zählen langjährige Schadstoffbelastungen, insbesondere durch Tabakrauch, Feinstaub oder andere Luftschadstoffe1.

Für COPD-Patienten stellt das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) eine besondere Herausforderung dar.

RSV bei COPD: Wenn das Virus die Lunge belastet

Bei COPD-Patienten kann eine Infektion mit RSV zu einer akuten Exazerbation führen – einer plötzlich auftretenden, drastischen Verschlechterung der Lungenfunktion. Das Virus löst Entzündungsreaktionen in der Atemwegsschleimhaut aus, verursacht eine vermehrte Schleimproduktion und verstärkt die ohnehin bestehende Atemwegsverengung2.

Darüber hinaus kann RSV zur weiteren Schädigung des bereits angegriffenen Lungengewebes beitragen. Die lokalen Entzündungsreaktionen durch RSV fördern dann Umbauprozesse, die das Fortschreiten der COPD beschleunigen und die Lebensqualität der Patienten dauerhaft beeinträchtigen können2.

Die typischen Folgen für Patienten sind2:

Schutzmöglichkeiten: Impfung und konsequente Prävention sind entscheidend

Die RSV-Impfung stellt für Menschen mit COPD eine wichtige Schutzmaßnahme dar3.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die einmalige RSV-Impfung für alle Personen ab 75 Jahren sowie für Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit einer relevant beeinträchtigenden Grunderkrankung. Dazu zählen unter anderem schwere Formen chronischer Erkrankungen der Atmungsorgane3.

Neben der Impfung empfiehlt es sich für COPD-Patienten, während der RSV-Saison (Herbst bis Frühjahr) zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen4,5:

Diese Maßnahmen können dazu beitragen, zusätzliche Belastungen der Atemwege zu vermeiden und das COPD-Management zu unterstützen4,5.

  1. Robert Koch-Institut. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Berlin: RKI; Stand: 18.03.2025.https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Nichtuebertragbare-Krankheiten-A-Z/C/COPD/copd-node.html (Letzter Abruf: 16.07.2026)
  2. Respiratory Syncytial Virus-related Community Chronic Obstructive Pulmonary Disease Exacerbations and Novel Diagnostics: A Binational Prospective Cohort Study. Am J Respir Crit Care Med. 2024; PMID 38502541. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38502541/ (Letzter Abruf: 16.07.2026)
  3. Robert Koch-Institut.. Epidemiologisches Bulletin. 2024;32. doi:10.25646/12470. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2024/32_24.pdf?__blob=publicationFile&v=3 (Letzter Abruf: 16.07.2026)
  4. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie COPD – Teilpublikation der Langfassung. 2. Auflage, Version 1. 2021; ergänzt 2023/2024. AWMF-Register-Nr. nvl-003. doi:10.6101/AZQ/000477. https://www.nvl-programm.de/themen/copd/2-auflage/impressum
  5. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Flyer “Atemwegsinfektionen - Hygiene schützt!” (Letzter Abruf: 16.07.2026)