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Sie haben Fragen zu RSV oder der RSV-Impfung? Sprechen Sie im Idealfall direkt mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker, ob eine RSV-Impfung für Sie von der STIKO empfohlen wird.
Menschen mit erworbenen oder angeborenen Formen der Immunschwäche (z. B. infolge einer Chemotherapie, nach einer Organtransplantation oder unter immunsuppressiver Therapie bei Autoimmunerkrankungen) haben ein erhöhtes Risiko für schwere RSV-Verläufe1,2. Ihr geschwächtes Immunsystem kann das Virus oft nicht ausreichend kontrollieren, sodass sich die Infektion rasch auf die unteren Atemwege ausbreitet und zu Komplikationen (z.B. Lungenentzündungen) führen kann3.
Wichtig zu wissen: Bei immungeschwächten Patienten kann die Ausscheidung von RSV verlängert sein und über mehrere Wochen anhalten3.
Um sich vor RSV und den damit verbundenen schweren Verläufen zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit einer schweren angeborenen oder erworbenen Immundefizienz eine einmalige RSV-Impfung als Indikationsimpfung. Für alle Personen ab 75 Jahren wird die einmalige RSV-Impfung als Standardimpfung empfohlen4. Die STIKO berücksichtigt bei der Entscheidung zur Indikationsimpfung unter anderem die Schwere der Grunderkrankung und das Vorliegen einer schweren Immundefizienz.
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihren individuellen Impfschutz und darüber, ob eine RSV-Impfung für Sie empfohlen ist. Ziel der RSV-Impfempfehlung ist es, schwere RSV-assoziierte Atemwegserkrankungen und daraus resultierende Folgen wie Krankenhausaufenthalte zu reduzieren4.
Neben der Impfung sollten während der RSV-Saison (Herbst bis Frühjahr) auch klassische Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, das Tragen von Masken in Risikosituationen und die Vermeidung enger Kontakte zu erkrankten Personen beachtet werden. Auch weitere Schutzimpfungen (u. a. gegen Grippe, Pneumokokken und COVID-19) sollten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Angehörige und Pflegepersonal sollten ebenfalls konsequent Hygienemaßnahmen umsetzen, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren5.