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Sie haben Fragen zu RSV oder der RSV-Impfung? Sprechen Sie im Idealfall direkt mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker, ob eine RSV-Impfung für Sie von der STIKO empfohlen wird.
RSV ist die Abkürzung für Respiratorisches Synzytial-Virus. Es handelt sich hierbei um ein weltweit verbreitetes Virus, welches die oberen und unteren Atemwege befallen kann und hier zum Teil auch schwere Atemwegsinfektionen verursachen kann2. In Deutschland tritt RSV jedes Jahr wieder auf und erreicht vor allem in den Herbst-, Winter- und Frühlingsmonaten (Oktober bis April) Spitzenwerte2. In der RSV-Saison 2024/2025 wurden in Deutschland insgesamt 67.892 laborbestätigte RSV-Fälle gemeldet. Gegenüber der Vorsaison (58.108 Fälle) entspricht dies einem Anstieg um 17 %1. Das Virus kann alle Altersgruppen und Geschlechter betreffen, jedoch gibt es Risikogruppen, die schwer an RSV erkranken können3:
Bei RSV handelt es sich um ein RNA-Virus, welches zu den bedeutendsten Erregern von Atemwegsinfektionen zählt.
Die Übertragung von RSV erfolgt über Tröpfcheninfektion - also durch Husten, Niesen oder engen Kontakt2. Aber auch über Türklinken, Spielzeug oder andere Oberflächen kann das Virus weitergegeben werden. Besonders in Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen kann es sich also schnell ausbreiten. Und so ist fast jedes Kind bis zum Alter von zwei Jahren mit RSV in Kontakt gekommen.
Wichtig zu wissen: RSV-infizierte Körperflüssigkeiten können bis zu mehreren Stunden auf Händen oder bestimmten Oberflächen überleben und somit ansteckend bleiben2.
Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt circa 2-8 Tage und die typische Krankheitsdauer, vor allem bei unkomplizierten Verläufen, liegt bei 1-2 Wochen. Allerdings kann eine vollständige Erholung, besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen, mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Infizierte sind meist 3–8 Tage ansteckend2. Doch gerade Säuglinge und immungeschwächte Personen können das Virus sogar bis zu 4 Wochen ausscheiden und damit die Infektion übertragen.
Wichtig zu wissen: Haben Sie eine RSV-Infektion ausgestanden, sind Sie nicht immun! RSV-Infektionen können im Laufe des Lebens wiederholt auftreten2.
Wichtig zu wissen: Auch wenn Sie keine oder nur leichte Symptome der Erkrankung verspüren, können Sie das Virus trotzdem übertragen2!
Eine RSV-Infektion kann eine Vielzahl von Beschwerden verursachen. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung mild und die leichten Symptome klingen nach 1-2 Wochen wieder ab. Es gibt jedoch bestimmte Risikogruppen, die anfälliger für schwere RSV-Infektionen sind. In solchen Fällen kann sich die Entzündung auf die gesamte Lunge ausweiten und eine Lungenentzündung verursachen – entweder direkt durch das Virus oder infolge einer sekundären bakteriellen Infektion, die durch die geschädigte Schleimhaut leicht eindringen können. Schwere Verläufe können zudem zu Atemversagen führen, was im schlimmsten Fall einen Krankenhausaufenthalt mit Sauerstoffzufuhr und Antibiotikabehandlung erforderlich macht.
Zu diesen Risikogruppen zählen u.a. Neugeborene und Säuglinge unter einem Jahr, Erwachsene mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem, aber auch ältere Menschen.
Milde Symptome:
Ausgeprägte Beschwerden:
Darauf sollten Sie bei Babys achten:
Um die Behandlungsmöglichkeiten zu kennen, ist es zunächst wichtig zu verstehen, dass es sich bei RSV um eine virale Erkrankung handelt. Eine ursächliche Behandlung ist derzeit also noch nicht möglich und daher können nur unterstützende Maßnahmen getroffen werden2. Bei einer milden Infektion sollten Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe und Schonung gönnen. Verzichten Sie auf anstrengende Tätigkeiten und explizit auf Sport. Dies gilt mindestens solange Sie Symptome verspüren, aber auch 1-2 Wochen nach dem Abklingen der Beschwerden sollten Sie nicht übertreiben. Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit - vorzugsweise Wasser - und verzichten Sie auf Alkohol. Sollten Sie Schmerzen oder leichtes Fieber haben, können Sie auch auf medikamentöse Optionen wie Ibuprofen oder Paracetamol (je nach Verträglichkeit und Eignung) zurückgreifen. Kommt es jedoch zu einem schweren Verlauf der RSV-Infektion, kann auch eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein. Hier kann eine Sauerstoffgabe, ggf. Antibiotikabehandlung bei bakterieller Zusatz-Infektion oder sogar Beatmung erfolgen.
Wichtig: Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, um Ihren Krankheitsverlauf richtig einzuschätzen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Um sich und Ihre Liebsten vor einer RSV-Infektion zu schützen, sollten Sie sich an grundlegende Hygienemaßnahmen halten2. Dazu zählt:
Um besonders gefährdete Personengruppen zu schützen und die Krankheitslast durch RSV zu reduzieren, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten folgende Empfehlungen formuliert2:
RSV-Impfung für ältere Menschen
RSV-Prophylaxe für Säuglinge und Risikokinder