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Sie haben Fragen zu RSV oder der RSV-Impfung? Sprechen Sie im Idealfall direkt mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker, ob eine RSV-Impfung für Sie von der STIKO empfohlen wird.
Patienten mit Herzinsuffizienz gehören zu den gefährdeten Gruppen bei einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Eine Infektion mit RSV kann bei diesen Menschen schwere Verläufe und Komplikationen hervorrufen.
Herzinsuffizienz, auch bekannt als Herzschwäche, ist eine chronische Erkrankung, bei der das Herz nicht in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Dies führt dazu, dass Organe und Gewebe nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Typische Symptome sind Luftnot, insbesondere bei Belastung oder im Liegen, Müdigkeit, Wassereinlagerungen (Ödeme) in Beinen und Füßen sowie Gewichtszunahme durch Flüssigkeitsansammlungen1.
Schätzungsweise leiden in Deutschland ca. 5 % der Gesamtbevölkerung an Herzinsuffizienz2 – Tendenz steigend.
Patienten mit Herzinsuffizienz können u.a. durch ihre Grunderkrankung anfälliger für Atemwegsinfektionen sein. Eine RSV-Infektion kann das Herz dann zusätzlich belasten, da diese Entzündungsreaktionen in den Atemwegen auslöst. Die Schleimhäute schwellen an, es bildet sich vermehrt Schleim, und die Lunge kann weniger Sauerstoff aufnehmen. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Körpers eingeschränkt – was vor allem für Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen problematisch sein kann. Bei Herzschwäche kann diese zusätzliche Belastung schnell zu einer akuten Verschlechterung der Herzfunktion (Dekompensation) führen.
Um sich vor RSV und den damit verbundenen schweren Verläufen zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) grundsätzlich die RSV-Impfung für Patienten mit einer bekannten Herzinsuffizienz ab dem 60. Lebensjahr3. Sollten Sie an dieser Erkrankung leiden, ist es empfehlenswert, die möglichen Impfoptionen frühzeitig mit Ihrem Arzt zu besprechen.
Neben der Impfung sollten Patienten mit Herzinsuffizienz auch klassische Schutzmaßnahmen wie Händehygiene, das Tragen von Masken in der Infektionssaison und die Vermeidung großer Menschenansammlungen beachten. Auch weitere Schutzimpfungen (u.a. gegen Grippe, Pneumokokken und COVID) sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.