Endlich verstehe ich meine Therapie. Die App erinnert mich, beantwortet meine Fragen - und ich fühle mich nicht mehr alleine damit.
RatgeberMai 2026· 13 Min. Lesezeit
Reiseapotheke: Die Checkliste für deinen Urlaub
Durchfall am Strand, Kopfschmerzen im Flieger, ein Insektenstich beim Wandern oder ein Sonnenbrand am ersten Urlaubstag — kleine gesundheitliche Probleme können die schönste Reise trüben. Eine gut gepackte Reiseapotheke sorgt dafür, dass du im Ernstfall vorbereitet bist, statt im fremden Land nach einer Apotheke zu suchen.
Worum es geht
Sinnvolle Reiseapotheke für den Urlaub. Basis-Kategorien: Schmerz-/Fiebermittel, Magen-Darm, Allergie, Wundversorgung, Erkältung, individuelle Dauermedikamente. Anpassen an: Reiseziel, Reiseart und Jahreszeit. Wichtig: Dauermedikamente in ausreichender Menge ins Handgepäck; bei Fernreisen ggf. Reisemedizin-Beratung. Bei ernsten Beschwerden vor Ort ärztliche Hilfe suchen.
1. Warum eine Reiseapotheke wichtig ist
Im Urlaub ist man oft fern von der vertrauten Versorgung: Die Apotheke spricht eine andere Sprache, die gewohnten Medikamente gibt es nicht oder unter anderem Namen, und in der Nacht oder in abgelegenen Regionen ist Hilfe schwer erreichbar. Eine vorbereitete Reiseapotheke löst die häufigsten kleinen Probleme schnell und unkompliziert.¹
Sofort handlungsfähig bei typischen Reisebeschwerden (Durchfall, Kopfschmerzen, Sonnenbrand, Insektenstiche)
Vertraute Medikamente dabei — statt unbekannte Präparate im Ausland zu kaufen
Wichtig bei Dauermedikation — die eigenen Medikamente in ausreichender Menge sind unverzichtbar
Unabhängigkeit von Apotheken-Öffnungszeiten und Sprachbarrieren
Beruhigend — man ist für kleine Notfälle gewappnet
Die Reiseapotheke ersetzt natürlich keine ärztliche Versorgung — bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden sollte man auch im Urlaub einen Arzt aufsuchen. Für die kleinen Wehwehchen ist sie aber Gold wert.
2. Die Basis-Checkliste
Diese Grundausstattung gehört in fast jede Reiseapotheke — unabhängig vom Reiseziel. Die einzelnen Kategorien erklären wir in den folgenden Kapiteln genauer:
Schmerz- und Fiebermittel (z. B. Ibuprofen und/oder Paracetamol)
Mittel gegen Durchfall (z. B. Loperamid) und Elektrolyt-/Rehydratationspulver
Mittel gegen Übelkeit/Reisekrankheit
Allergiemittel (Antihistaminikum, z. B. Cetirizin)
Sonnenschutz (hoher Lichtschutzfaktor) und Mittel gegen Sonnenbrand/Insektenstiche
Insektenschutz (Repellent)
Fieberthermometer
Pinzette, Schere, Einmalhandschuhe
Persönliche Dauermedikamente in ausreichender Menge
Desinfektionsmittel für die Hände
Ggf. Mittel gegen Erkältung, Halsschmerzen, Husten
Diese Liste ist der Ausgangspunkt — sie wird je nach Reiseziel, Reiseart und Personen (z. B. Kinder) ergänzt. In den folgenden Kapiteln gehen wir die wichtigsten Kategorien durch.
3. Schmerz- und Fiebermittel
Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Fieber oder Gliederschmerzen gehören zu den häufigsten Reisebeschwerden. Ein bewährtes Schmerz- und Fiebermittel sollte daher in keiner Reiseapotheke fehlen:
Paracetamol: schmerzlindernd und fiebersenkend, magenschonend — gute Alternative, auch für viele bei empfindlichem Magen
Für Kinder: altersgerechte Präparate (Saft, Zäpfchen) — kein ASS bei Kindern (Reye-Syndrom-Risiko)
Welches Schmerzmittel das richtige ist, hängt von der Art der Beschwerden und individuellen Faktoren ab. Einen ausführlichen Überblick bietet der Ratgeber Schmerzmittel im Vergleich. Auch rezeptfreie Schmerzmittel sollten nur in der niedrigsten wirksamen Dosis und nicht über längere Zeit ohne ärztlichen Rat angewendet werden.
4. Magen-Darm: Durchfall, Übelkeit und Co.
Magen-Darm-Probleme sind die wohl häufigsten Reisebeschwerden — besonders der berüchtigte Reisedurchfall („Montezumas Rache") bei Fernreisen. Diese Mittel sind sinnvoll:
Gegen Durchfall
Elektrolyt-/Rehydratationspulver: das Wichtigste bei Durchfall — gleicht den Verlust von Flüssigkeit und Salzen aus (besonders wichtig bei Kindern und Älteren)
Loperamid: stoppt den Durchfall kurzfristig — praktisch z. B. für lange Reisetage; aber nicht bei blutigem Durchfall oder hohem Fieber anwenden (siehe Loperamid)
Loperamid behandelt nur das Symptom, nicht die Ursache
Bei schwerem, blutigem oder anhaltendem Durchfall, bei hohem Fieber oder bei Kindern unter 12 Jahren ohne ärztliche Anweisung sollte Loperamid nicht angewendet werden — hier ist ärztliche Hilfe nötig, statt das Symptom zu unterdrücken.
Gegen Übelkeit und Reisekrankheit
Mittel gegen Reiseübelkeit (z. B. bei Auto-, Schiff-, Flugreisen)
Bei Übelkeit/Erbrechen zusätzlich auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
Weitere
Auch Mittel gegen Sodbrennen und Magenbeschwerden können sinnvoll sein. Bei Durchfall auf Reisen gilt generell: viel trinken, Hygiene beachten („cook it, peel it, boil it or forget it") und bei Warnzeichen ärztliche Hilfe suchen.
5. Allergiemittel
Allergien können auf Reisen unerwartet auftreten — durch fremde Pflanzen, Insektenstiche, Nahrungsmittel oder Sonneneinstrahlung. Ein Antihistaminikum gehört daher in viele Reiseapotheken:
Antihistaminikum zum Einnehmen (z. B. Cetirizin, Loratadin): bei allergischem Schnupfen, Hautausschlag, Juckreiz, Reaktionen auf Insektenstiche — Cetirizin macht weniger müde als ältere Mittel
Antiallergische/kühlende Creme/Gel: bei Insektenstichen, Juckreiz, leichten Hautreaktionen
Bei bekannter schwerer Allergie: das ärztlich verordnete Notfallset (z. B. Adrenalin-Autoinjektor) unbedingt mitführen
Augentropfen bei allergischer Bindehautentzündung (z. B. bei Pollenallergie)
Schwere allergische Reaktionen sind ein Notfall
Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder starker Schwellung sofort den lokalen Notruf wählen — ein Antihistaminikum aus der Reiseapotheke reicht dann nicht aus. Wer eine bekannte schwere Allergie hat, sollte sein Notfallset (Adrenalin-Autoinjektor) jederzeit griffbereit haben.
6. Wundversorgung und Hautschutz
Kleine Verletzungen, Blasen, Sonnenbrand und Insektenstiche gehören zu den häufigsten Reise-Wehwehchen. Für die Versorgung gehören in die Reiseapotheke:
Pflaster in verschiedenen Größen, Blasenpflaster (für Wanderungen/neue Schuhe)
Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor — der beste Schutz vor Sonnenbrand
After-Sun/Mittel gegen Sonnenbrand (kühlend, z. B. mit Aloe vera)
Insektenschutz (Repellent) und Mittel gegen Juckreiz nach Stichen
Wund-/Heilsalbe
Bei tieferen Wunden, Verdacht auf Infektion, Tierbissen oder fehlendem Tetanusschutz sollte vor Ort ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei Reisen in Zeckengebiete (auch in Deutschland/Europa) ist an Schutz und das richtige Entfernen von Zecken zu denken.
7. Erkältung und Halsschmerzen
Klimaanlagen, Temperaturwechsel und lange Flüge begünstigen Erkältungen — auch im Sommerurlaub. Sinnvolle Mittel:
Abschwellendes Nasenspray (z. B. Xylometazolin) — auch hilfreich beim Druckausgleich im Flugzeug; aber nur kurzzeitig anwenden (max. einige Tage)
Halsschmerz-/Lutschtabletten
Hustenmittel (je nach Bedarf)
Fieberthermometer (auch unter Schmerz-/Fiebermittel genannt)
Meerwasser-Nasenspray zur Befeuchtung (schonende Alternative)
Die meisten Erkältungen sind harmlos und klingen von selbst ab. Bei hohem Fieber, Atembeschwerden oder anhaltenden Beschwerden sollte aber auch im Urlaub ärztliche Hilfe gesucht werden. Das abschwellende Nasenspray ist besonders praktisch für den Druckausgleich beim Starten und Landen.
8. Individuelle Dauermedikamente
Der wichtigste und persönlichste Teil der Reiseapotheke. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, muss diese sorgfältig planen:
Ausreichende Menge: genug für die gesamte Reise plus Reserve (für Verzögerungen, Verlust)
Ins Handgepäck: wichtige Medikamente immer im Handgepäck transportieren — nicht in den aufgegebenen Koffer (Verlust, Frost im Frachtraum)
Aufgeteilt transportieren: einen Teil ins Handgepäck, einen Teil in den Koffer/zur Begleitperson — falls etwas verloren geht
Medikationsplan mitführen: mit Wirkstoffnamen (nicht nur Handelsnamen, die im Ausland anders heißen)
Ärztliche Bescheinigung bei bestimmten Medikamenten (z. B. Betäubungsmittel, Spritzen, Insulin) — mehrsprachig
Kühlpflichtige Medikamente (z. B. Insulin): Kühltasche, nicht einfrieren (siehe Kapitel Hitze)
Zeitverschiebung beachten: bei Medikamenten mit festem Einnahmerhythmus (z. B. Pille, Insulin) den Einnahmeplan anpassen — ärztlich/apothekerlich beraten lassen
Bei Dauermedikation ist eine vorausschauende Planung entscheidend. Wer die Pille nimmt, sollte zudem an mögliche Wirkungsverluste bei Durchfall/Erbrechen denken. Im Zweifel vor der Reise ärztlich/apothekerlich beraten lassen.
9. Die Reiseapotheke ans Reiseziel anpassen
Je nach Reiseziel und Reiseart braucht die Reiseapotheke unterschiedliche Ergänzungen:
Fernreisen / Tropen
Reisemedizinische Beratung vor der Reise — wegen Impfungen und ggf. Malariavorbeugung
Verstärkter Insektenschutz (Repellent, ggf. Moskitonetz) in Malaria-/Dengue-Gebieten
Sorgfältige Magen-Darm-Ausstattung (Reisedurchfall ist häufig)
Mittel gegen Ohrenentzündung/Quallenkontakt je nach Region
Magen-Darm-Mittel
Vor Fernreisen, bei Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft oder mit Kleinkindern ist eine reisemedizinische Beratung (z. B. beim Hausarzt oder Tropeninstitut) sinnvoll — auch wegen empfohlener Impfungen. Informiere dich rechtzeitig, da manche Impfungen Vorlauf brauchen.
10. Reiseapotheke für Kinder
Reist man mit Kindern, braucht die Reiseapotheke besondere, altersgerechte Ergänzungen:
Kindgerechte Schmerz-/Fiebermittel (Saft, Zäpfchen) in altersgerechter Dosierung — kein ASS bei Kindern
Fieberthermometer
Elektrolytpulver — bei Kindern ist der Flüssigkeitsverlust durch Durchfall/Erbrechen besonders kritisch
Sonnenschutz speziell für Kinder (hoher LSF, kindgerecht)
Mittel gegen Insektenstiche/Juckreiz für Kinder geeignet
Pflaster, Wunddesinfektion (kindgerecht)
Gewohnte Medikamente des Kindes in ausreichender Menge
Bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten: Dosierungen sind altersabhängig, und bei Fieber, Durchfall oder Austrocknung sollte früher ärztliche Hilfe gesucht werden als bei Erwachsenen. Vor der Reise mit dem Kinderarzt oder in der Apotheke beraten lassen, was für das Alter des Kindes geeignet ist.
11. Medikamente im Flugzeug und bei Hitze
Beim Transport von Medikamenten gibt es zwei wichtige Themen — das Flugzeug und die Hitze:
Im Flugzeug
Wichtige Medikamente ins Handgepäck — nicht in den Frachtraum (Verlust, Frost, kein Zugriff während des Flugs)
Flüssigkeiten: medizinisch notwendige Flüssigkeiten/Medikamente sind oft auch über der 100-ml-Grenze erlaubt — mit ärztlicher Bescheinigung; vorab bei der Airline informieren
Medikamente vor Hitze schützen — viele verlieren bei großer Hitze an Wirkung oder verändern sich (siehe Ratgeber Medikamente und Hitze)
Nicht im heißen Auto oder direkter Sonne liegen lassen
Kühlpflichtige Medikamente (z. B. Insulin) in einer Kühltasche transportieren — aber nicht einfrieren
Zäpfchen schmelzen bei Hitze — kühl lagern
Gerade bei Hitze und auf langen Reisen lohnt sich ein Blick in die Packungsbeilage zur Lagerung. Mehr dazu im Ratgeber Medikamente und Hitze.
12. Rechtliches: Medikamente über die Grenze
Ein oft übersehener Punkt: Nicht alle Medikamente dürfen überall problemlos eingeführt werden. Manche Wirkstoffe (vor allem Betäubungsmittel, bestimmte Schmerz- und Beruhigungsmittel) unterliegen im Ausland strengen Regeln:
Betäubungsmittel (z. B. starke Schmerzmittel): innerhalb des Schengen-Raums ist eine spezielle Bescheinigung nötig; außerhalb gelten je nach Land unterschiedliche, teils strenge Regeln
Ärztliche Bescheinigung (möglichst englisch) für verschreibungspflichtige Medikamente mitführen
In Originalverpackung mit Beipackzettel transportieren
Vorab informieren: Manche in Deutschland normale Medikamente sind in anderen Ländern verboten oder nur eingeschränkt erlaubt — im Zweifel bei der Botschaft des Ziellandes oder in der Apotheke nachfragen
Nur den Eigenbedarf mitführen (übliche Reisemenge)
Bei Fernreisen rechtzeitig prüfen
Gerade bei Fernreisen und bei Betäubungsmitteln lohnt sich die rechtzeitige Information, um Probleme bei der Einreise zu vermeiden. Die Apotheke und reisemedizinische Stellen helfen weiter.
13. So hilft brite dir auf Reisen
Auf Reisen kommen einige brite-Funktionen besonders zum Tragen — vor allem für Menschen mit Dauermedikamenten, die Zeitverschiebung, Auslandsapotheken und Wechselwirkungen mit Reisemitteln managen müssen:
Digitaler Medikationsplan
Alle Dauermedikamente mit Wirkstoffnamen übersichtlich dabei — hilfreich, wenn ein Medikament im Ausland unter anderem Namen besorgt werden muss.
Einnahme-Erinnerung
Auch bei Zeitverschiebung an die regelmäßige Einnahme denken (z. B. Pille, Insulin, Blutdruckmittel).
Wechselwirkungs-Check
Prüfen, ob die Reiseapotheken-Mittel mit deinen Dauermedikamenten verträglich sind.
Checkliste/Verlauf
Die persönliche Reiseapotheke dokumentieren und für die nächste Reise wiederverwenden.
Gesundheitsverlauf
Wichtige Gesundheitsinfos griffbereit, falls im Ausland ein Arzt aufgesucht werden muss.
brite: Sicher reisen mit Medikamenten
Wirkstoffnamen für die Auslandsapotheke, Erinnerung trotz Zeitverschiebung, Wechselwirkungs-Check für die heiklen Reise-Kombinationen — die ganze Medikamenten-Logistik passt in eine App.
Zur Basis gehören: ein Schmerz- und Fiebermittel (z. B. Ibuprofen oder Paracetamol), Mittel gegen Durchfall (z. B. Loperamid) plus Elektrolytpulver, ein Antihistaminikum gegen Allergien (z. B. Cetirizin), Wundversorgung (Pflaster, Desinfektion, Kompressen), Sonnenschutz und Insektenschutz, ein Fieberthermometer sowie — am wichtigsten — die persönlichen Dauermedikamente in ausreichender Menge. Diese Grundausstattung wird je nach Reiseziel und Reiseart ergänzt.
Wichtige Medikamente — vor allem Dauermedikamente — gehören ins Handgepäck. Im Frachtraum drohen Verlust, Frost und du hast während des Flugs keinen Zugriff. Am besten teilst du den Vorrat auf: einen Teil ins Handgepäck, einen Teil in den Koffer oder zur Begleitperson, falls etwas verloren geht. Medizinisch notwendige Flüssigkeiten sind im Handgepäck oft auch über 100 ml erlaubt — mit ärztlicher Bescheinigung und vorheriger Info bei der Airline.
Das Wichtigste ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen mit Elektrolyt-/Rehydratationspulver — besonders bei Kindern und Älteren. Loperamid kann den Durchfall kurzfristig stoppen (praktisch für lange Reisetage), behandelt aber nur das Symptom und sollte nicht bei blutigem Durchfall oder hohem Fieber eingesetzt werden. Zur Vorbeugung gilt die Regel „cook it, peel it, boil it or forget it". Bei schwerem, blutigem oder anhaltendem Durchfall ärztliche Hilfe suchen.
Ein modernes Antihistaminikum zum Einnehmen wie Cetirizin oder Loratadin ist gut geeignet — es hilft bei allergischem Schnupfen, Juckreiz, Hautausschlag und Reaktionen auf Insektenstiche und macht weniger müde als ältere Mittel. Ergänzend sind kühlende/antiallergische Gele bei Stichen sinnvoll. Wer eine bekannte schwere Allergie hat, muss unbedingt sein ärztlich verordnetes Notfallset (z. B. Adrenalin-Autoinjektor) mitführen.
Genug für die gesamte Reise plus eine großzügige Reserve — für den Fall von Verzögerungen, verlängertem Aufenthalt oder Verlust. Führe einen Medikationsplan mit den Wirkstoffnamen mit (nicht nur Handelsnamen, die im Ausland anders heißen können) und transportiere die Medikamente aufgeteilt (Handgepäck und Koffer). Bei bestimmten Medikamenten (Betäubungsmittel, Insulin, Spritzen) ist eine ärztliche Bescheinigung nötig.
Medikamente nicht in der prallen Sonne, im heißen Auto oder am Strand liegen lassen — viele verlieren bei großer Hitze an Wirkung. Kühlpflichtige Medikamente wie Insulin gehören in eine Kühltasche, dürfen aber nicht einfrieren. Zäpfchen schmelzen bei Hitze und sollten kühl gelagert werden. Ein Blick in die Packungsbeilage zur Lagerung lohnt sich. Mehr dazu im Ratgeber „Medikamente und Hitze".
Bei Medikamenten mit festem Einnahmerhythmus — etwa der Pille, Insulin oder bestimmten Herz-/Blutdruckmitteln — kann eine Zeitverschiebung die Einnahme durcheinanderbringen. Hier sollte der Einnahmeplan angepasst werden, am besten nach vorheriger ärztlicher oder apothekerlicher Beratung. Eine Einnahme-Erinnerung hilft, trotz Zeitverschiebung und ungewohntem Tagesablauf keine Dosis zu vergessen.
Nein — manche Wirkstoffe (vor allem Betäubungsmittel, bestimmte Schmerz- und Beruhigungsmittel) unterliegen im Ausland strengen Regeln, und einige in Deutschland normale Medikamente sind anderswo verboten oder eingeschränkt. Führe verschreibungspflichtige Medikamente in Originalverpackung mit einer (möglichst englischen) ärztlichen Bescheinigung und nur in Eigenbedarfsmenge mit. Bei Fernreisen vorab bei der Botschaft des Ziellandes oder in der Apotheke informieren.
Für gewöhnliche Reisen innerhalb Europas meist nicht. Sinnvoll ist eine reisemedizinische Beratung (Hausarzt oder Tropeninstitut) aber vor Fernreisen und Tropenaufenthalten — wegen empfohlener Impfungen und ggf. Malariavorbeugung — sowie bei Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Reisen mit Kleinkindern. Informiere dich rechtzeitig, da manche Impfungen einen Vorlauf von mehreren Wochen brauchen.
Kühl, trocken und vor direkter Sonne geschützt — nicht im heißen Auto oder am Strand. Bewahre Medikamente in der Originalverpackung mit Beipackzettel auf und kontrolliere vor der Reise das Haltbarkeitsdatum. Halte die Reiseapotheke für Kinder unzugänglich. Nach der Reise lohnt es sich, die Bestände zu prüfen, Abgelaufenes zu ersetzen und die Apotheke für das nächste Mal aufzufüllen.
Auswärtiges Amt — Medizinische Hinweise und Reisemedizin. auswaertiges-amt.de
Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit (DTG). dtg.org
Robert Koch-Institut (RKI) — Reiseimpfungen und Reisemedizin. rki.de
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) — Reiseapotheke. abda.de
Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder apothekerliche Beratung. Die Zusammenstellung der Reiseapotheke und die Anwendung der Medikamente sollten an die individuelle Situation, Vorerkrankungen und das Reiseziel angepasst werden — im Zweifel ärztlich/apothekerlich beraten lassen. Die Reiseapotheke ersetzt keine ärztliche Versorgung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden auch im Urlaub einen Arzt aufsuchen. Letzte Aktualisierung: Mai 2026.