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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Borreliose (genauer Lyme-Borreliose) ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Ausgelöst wird sie durch Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi.
Übertragen werden die Bakterien beim Stich einer infizierten Zecke, und zwar meist erst, wenn die Zecke längere Zeit saugt, oft viele Stunden. Deshalb senkt schnelles, richtiges Entfernen der Zecke das Risiko deutlich. Beruhigend ist: Nicht jede Zecke ist infiziert, und längst nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zu einer Borreliose. Die meisten Zeckenstiche bleiben folgenlos.
Die Antibiotika-Kur zu Ende bringen.
Wird eine Borreliose mit Antibiotika behandelt, kommt es darauf an, die Kur vollständig zu nehmen. brite erinnert dich an jede Einnahme, prüft Wechselwirkungen und hält deine Beschwerden fest, hilfreich fürs Arztgespräch.
Kostenlos registrierenEine unbehandelte Borreliose kann in Phasen verlaufen, die sich zeitlich überlappen können. Nicht jeder durchläuft alle Phasen, und mit Behandlung wird der Verlauf meist früh gestoppt.
Je früher behandelt wird, desto seltener treten spätere Formen auf.
Die Wanderröte (medizinisch Erythema migrans) ist das häufigste und wichtigste Zeichen einer frühen Borreliose. Sie erscheint einige Tage bis wenige Wochen nach einem Zeckenstich und sieht typischerweise so aus:
Wichtig: Die klassische Zielscheibe ist nur eine von mehreren Formen. Viele Wanderröten sind einfach gleichmäßig rot, ohne Ring. Eine kleine, sofort nach dem Stich auftretende, juckende Rötung ist dagegen meist nur eine harmlose Reaktion auf den Stich und keine Wanderröte. Mehr zu Hautrötungen: Hautausschlag.
Bei der Diagnose kommt es auf das Krankheitsbild an:
Wichtig zu wissen: Ein positiver Antikörpertest zeigt nur, dass dein Körper einmal Kontakt mit Borrelien hatte, nicht zwingend eine aktive Erkrankung. Viele Menschen haben Antikörper, ohne krank zu sein. Deshalb werden unklare, unspezifische Beschwerden nicht allein auf Basis eines Bluttests als Borreliose behandelt. Von nicht anerkannten Spezialtests ist abzuraten.
Eine Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Welches Mittel und wie lange, hängt von der Form ab. Ein Überblick über die typischen Schemata:
| Form | Typische Antibiotika-Behandlung |
|---|---|
| Wanderröte (frühe, lokale Borreliose) | Tabletten, meist Doxycyclin, über etwa 10 bis 14 Tage (bei Kindern und in der Schwangerschaft bevorzugt Amoxicillin) |
| Nervenbeteiligung (Neuroborreliose) | meist Doxycyclin als Tablette, über etwa 14 bis 21 Tage; eine Infusion ist nur selten nötig |
| Gelenkbeteiligung (Lyme-Arthritis) | Tabletten, meist Doxycyclin oder Amoxicillin, über etwa 28 Tage |
Tabelle seitlich scrollen →
Doxycyclin ist in den meisten Fällen das Mittel der ersten Wahl. Eine Wanderröte wird sofort behandelt, ohne auf einen Bluttest zu warten. Und wie bei jeder Antibiotika-Behandlung gilt, die verordnete Dauer vollständig einzuhalten, auch wenn es schon besser geht. Ein praktischer Hinweis zu Doxycyclin: Es macht die Haut empfindlicher gegenüber Sonne, und Milchprodukte oder Präparate mit Kalzium oder Eisen sollten nicht zur exakt gleichen Zeit eingenommen werden, da sie die Aufnahme verringern. Mehr zum Wirkstoff: Doxycyclin.
Antibiotika wirken nur, wenn die Kur zu Ende geht.
brite erinnert dich zuverlässig an jede Dosis Doxycyclin und Co., auch wenn es schon besser geht, und prüft Wechselwirkungen mit deinen anderen Mitteln. So bringst du die Behandlung sicher zu Ende.
Jetzt kostenlos startenKaum ein Thema sorgt für so viel Verunsicherung wie die sogenannte chronische Borreliose. Hier die wichtigsten Fakten, ruhig und nach aktuellem Wissensstand:
Vorsicht ist geboten bei Angeboten mit monatelangen Antibiotika-Kuren oder mit nicht anerkannten Tests, die eine chronische Borreliose „beweisen“ sollen. Beides ist nicht durch Studien gedeckt und kann mehr schaden als nutzen. Wenn Beschwerden nach einer korrekten Behandlung anhalten, lohnt es sich, gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt nach anderen Ursachen zu suchen, statt von einer dauerhaften Infektion auszugehen.
Geh zur Ärztin oder zum Arzt, wenn du nach einem Aufenthalt im Freien oder einem Zeckenstich eine sich ausbreitende Rötung (Wanderröte) bemerkst, denn sie sollte rasch mit Antibiotika behandelt werden. Auch bei einer Gesichtslähmung, brennenden Nervenschmerzen oder einem geschwollenen, schmerzenden Gelenk solltest du dich vorstellen.
Ob 10 Tage bei der Wanderröte oder 28 Tage bei Gelenkbeteiligung: brite hilft dir, die Kur konsequent zu nehmen und den Überblick zu behalten.
An einem roten Fleck oder Ring, der sich Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich langsam ausbreitet, oft größer als 5 Zentimeter, manchmal mit hellerer Mitte, oft aber gleichmäßig rot, und meist ohne Schmerz oder starken Juckreiz.
Nein. Die meisten Zeckenstiche führen nicht zu einer Borreliose. Behandelt wird, wenn Zeichen einer Borreliose auftreten, vor allem eine Wanderröte. Wichtig ist, die Einstichstelle einige Wochen zu beobachten.
Meist Doxycyclin als Tablette, bei der Wanderröte über etwa 10 bis 14 Tage. Bei Kindern und in der Schwangerschaft wird bevorzugt Amoxicillin gegeben. Bei Nerven- oder Gelenkbeteiligung dauert die Behandlung länger.
Ja. Mit den passenden Antibiotika ist eine Borreliose in aller Regel gut heilbar, und die allermeisten Menschen werden vollständig gesund.
Eine Borreliose ist behandelbar. Es gibt keinen Beleg, dass nach ausreichender Behandlung lebende Borrelien dauerhaft unspezifische Beschwerden verursachen. Ein kleiner Teil hat danach noch eine Weile Beschwerden, eine verlängerte Antibiotika-Gabe hilft dabei aber nicht.
Nein. Studien zeigen, dass monatelange oder wiederholte Antibiotika-Gaben bei anhaltenden Beschwerden nicht helfen und schaden können. Sinnvoller ist, gemeinsam mit dem Arzt nach anderen Ursachen zu suchen.
Die Zecke nah an der Haut mit einer Pinzette oder Zeckenkarte fassen und langsam, gerade herausziehen, ohne sie zu quetschen. Danach die Stelle desinfizieren und einige Wochen beobachten. Schnelles Entfernen senkt das Risiko.
Bei einer sich ausbreitenden Rötung nach einem Zeckenstich, bei einer Gesichtslähmung, brennenden Nervenschmerzen oder einem geschwollenen Gelenk. Bei Ohnmacht, Herzstolpern oder starken Kopfschmerzen mit Nackensteife sofort.