X
Über 60.000 Patienten vertrauen brite
4.6 Sterne
Deine Gesundheit endlich verständlich mit brite
1
E-Mail eingeben, fertig. Kein Abo, keine Kreditkarte.
2
Suchen, antippen, fertig. Über 3.400 Medikamente.
3
Check, Erinnerung, Überblick gewinnen.
Sarah K., 34
Endlich verstehe ich meine Therapie. Die App erinnert mich, beantwortet meine Fragen - und ich fühle mich nicht mehr alleine damit.
Auf einen Blick
Wann gab es die letzte Dosis, wie viel hat dein Kind getrunken? Alles an einem Ort festhalten — kostenlos in der brite App.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine ansteckende Virusinfektion, die vor allem Kinder unter zehn Jahren trifft. Typisch sind schmerzhafte Bläschen und kleine Geschwüre im Mund sowie ein Ausschlag an Handflächen und Fußsohlen — daher der Name. Auslöser sind Enteroviren, eine große Virusgruppe, die sich vor allem über Hände, Speichel und Stuhl verbreitet.¹
Die gute Nachricht: Bei sonst gesunden Kindern verläuft die Krankheit in aller Regel mild und heilt innerhalb von etwa einer Woche von selbst aus. Sehr viele Infektionen bleiben sogar ganz unbemerkt — nach Angaben des Robert Koch-Instituts mehr als 80 Prozent.¹ Das ist auch der Grund, warum sich die Krankheit in Kitas so leicht ausbreitet: Viele geben das Virus weiter, ohne selbst krank zu sein.
Wegen der Bläschen wird die HFMK oft mit anderen Kinderkrankheiten verwechselt. Anders als bei Windpocken sitzt der Ausschlag vor allem an Händen, Füßen und im Mund, und er juckt meist kaum. Die schmerzhaften Stellen im Mund ähneln Aphthen oder einer Mundfäule durch Herpesviren — mehr zur Abgrenzung in Abschnitt 5.
Wie die Krankheit aussieht, hängt vor allem vom Virustyp und vom Alter ab.¹,²
| Verlauf | Typisches Bild | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Klassische HFMK | Fieber, wunder Mund, Flecken und Bläschen an Handflächen und Fußsohlen, oft auch am Po | Trinkmenge — der wunde Mund ist das Hauptproblem |
| Atypische HFMK (oft Coxsackie A6) | Ausgedehnter Ausschlag auch an Gesäß, Genitalbereich, Knien, Ellenbogen oder im Gesicht, häufiger juckend, mehr Allgemeinbeschwerden | Wird leicht mit Windpocken verwechselt; Wochen später können sich Nägel ablösen |
| Herpangina | Hohes Fieber, Bläschen und Geschwüre nur hinten im Rachen, kein Ausschlag an Händen und Füßen | Gleiche Virusgruppe, gleiche Hygieneregeln |
| Ohne Beschwerden | Keine oder kaum Symptome — der häufigste „Verlauf“ | Trotzdem ansteckend |
| Erwachsene | Meist unbemerkt oder mild; bei atypischen Formen teils ausgeprägter Ausschlag | Eltern stecken sich häufig beim eigenen Kind an |
Die Krankheit beginnt meist unspezifisch, der typische Ausschlag folgt erst nach ein bis zwei Tagen:¹,³
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist meist eine Blickdiagnose: Die Kombination aus wundem Mund und Ausschlag an Handflächen und Fußsohlen ist so typisch, dass Laboruntersuchungen in der Regel nicht nötig sind.¹
Einen allgemeinen Überblick über Ausschläge und ihre Ursachen gibt der Beitrag Hautausschlag.
Gegen die Enteroviren selbst gibt es kein Medikament und in Deutschland keine Impfung. Die Behandlung zielt darauf, Schmerzen und Fieber zu lindern und vor allem eine Austrocknung zu verhindern. Das Immunsystem erledigt den Rest, meist innerhalb einer Woche. Welche Mittel im Einzelfall passen, entscheidet die behandelnde Praxis.¹,²
Paracetamol ist bei Kindern gut verträglich, solange die Dosis stimmt. Gefährlich wird es, wenn sich Gaben summieren: wenn beide Eltern unabhängig voneinander Saft geben, wenn Zäpfchen und Saft kombiniert werden oder wenn ein Kombipräparat zusätzlich Paracetamol enthält. Die Tageshöchstmenge und der Mindestabstand zwischen zwei Gaben stehen in der Packungsbeilage und richten sich nach dem Körpergewicht.⁴ Wer bei einem trinkunlustigen Kind auf Zäpfchen ausweicht, findet Tipps im Ratgeber Zäpfchen und Pflaster anwenden.
Ibuprofen lindert entzündliche Schmerzen im Mund oft etwas besser als Paracetamol. Die Fachinformation weist aber darauf hin, dass bei ausgetrockneten Kindern ein Risiko für eine Schädigung der Nieren besteht.⁴ Trinkt dein Kind kaum noch, erbricht es oder hat es Durchfall, sprich deshalb vor der nächsten Gabe mit der Praxis. Ibuprofen wird zudem besser vertragen, wenn das Kind etwas im Magen hat.
Acetylsalicylsäure (ASS) soll Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Virusinfekten nur auf ärztliche Anweisung gegeben werden, weil es in seltenen Fällen ein lebensgefährliches Reye-Syndrom mit Leber- und Gehirnschädigung auslösen kann.⁴ ASS steckt auch in manchen Kombinationsmitteln gegen Erkältung — ein Blick auf den Wirkstoff lohnt sich. Einen Überblick über die gängigen Schmerzmittel gibt der Schmerzmittel-Vergleich.
brite hält jede Fiebergabe mit Uhrzeit fest und erinnert an den Abstand — so wissen alle, die sich ums Kind kümmern, Bescheid.
Die meisten Erwachsenen hatten bereits Kontakt mit verschiedenen Enteroviren und erkranken nicht oder nur leicht. Eltern kleiner Kinder stecken sich trotzdem regelmäßig an, besonders bei den atypischen Varianten. Dann können Fieber, ein schmerzhafter Mund und Bläschen an Händen und Füßen einige Tage deutlich beeinträchtigen. Die Behandlung ist dieselbe wie bei Kindern: trinken, schonen, bei Bedarf Schmerzmittel.¹,³
Eine Infektion in der Schwangerschaft verläuft in der Regel mild oder unbemerkt. Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko gibt es nach bisherigem Wissen nicht. Wichtig ist der Zeitraum kurz vor der Geburt: Hat die Mutter dann Beschwerden, kann sie das Virus auf das Neugeborene übertragen.¹ Informiere deshalb deine gynäkologische Praxis oder die Geburtsklinik, wenn du um den Geburtstermin herum erkrankst oder engen Kontakt zu einem erkrankten Kind hast. Welche Schmerz- und Fiebermittel in der Schwangerschaft geeignet sind, erklärt der Ratgeber Medikamente in der Schwangerschaft.
Bei Neugeborenen verläuft eine Enterovirus-Infektion meist ebenfalls mild. In sehr seltenen Fällen kommt es aber zu einer schweren, den ganzen Körper betreffenden Infektion mit Beteiligung von Leber oder Herz; das Risiko ist in den ersten zwei Lebenswochen am höchsten.¹ Fieber, Trinkschwäche oder auffällige Schläfrigkeit bei einem so jungen Baby gehören deshalb immer sofort ärztlich abgeklärt.
Manche Familien erleben einige Wochen nach der Krankheit eine Überraschung: Finger- oder Fußnägel lösen sich vom Nagelbett oder fallen ganz ab. Das passiert vor allem nach atypischen Verläufen, ist schmerzlos und harmlos. Der neue Nagel wächst von hinten nach — an den Fingern dauert das einige Monate, an den Zehen länger.¹,³ Bis dahin hilft es, die Nägel kurz zu halten und lose Teile nicht abzureißen. Verändern sich Nägel ohne vorausgegangenen Infekt, steckt etwas anderes dahinter — siehe brüchige Nägel.
Auch die Haut an Händen und Füßen kann sich nach einigen Tagen schälen. Rückfettende Pflege genügt meist.
Und: Wer die Hand-Fuß-Mund-Krankheit einmal hatte, ist nur gegen diesen einen Virustyp geschützt. Eine erneute Erkrankung durch einen anderen Typ ist möglich und gar nicht so selten, besonders in Kita-Jahren.¹
Gaben, Temperatur und Trinkmenge für jedes Kind getrennt festhalten — damit du nachts nicht rechnen musst.
Fiebermittel nach Plan, Abstände im Blick, Verlauf für die Kinderarztpraxis dokumentiert. Kostenlos.
Jetzt starten