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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Die Hashimoto-Thyreoiditis (auch Autoimmunthyreoiditis genannt) ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, bei der sich das Immunsystem gegen das eigene Schilddrüsengewebe richtet. Mit der Zeit kann die Schilddrüse dadurch weniger Hormone bilden. Hashimoto ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion.
Wichtig zur Einordnung: Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion sind nicht dasselbe. Hashimoto ist die Ursache, also die Autoimmunentzündung. Die Unterfunktion ist eine mögliche Folge. Viele Menschen tragen die typischen Antikörper in sich, haben aber noch eine normale Schilddrüsenfunktion und keine Beschwerden. Wie sich eine Unterfunktion bemerkbar macht, liest du im Detail unter Schilddrüsenunterfunktion.
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Kostenlos registrierenSolange die Schilddrüse noch genug Hormone bildet, macht Hashimoto oft keine Beschwerden. Entwickelt sich eine Unterfunktion, entstehen typische Symptome, weil der Stoffwechsel langsamer wird:
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und schleichend. Deshalb werden sie oft erst spät mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht.
Hashimoto verläuft bei jedem Menschen etwas anders, typisch ist aber ein langsamer Verlauf über Jahre:
Nicht bei jedem schreitet die Erkrankung gleich schnell voran. Manche bleiben lange stabil, andere brauchen früher Hormone.
Warum das Immunsystem die Schilddrüse angreift, ist nicht vollständig geklärt. Bekannt ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Auslöser wie Stress, Infekte oder hormonelle Umstellungen, etwa nach einer Schwangerschaft, können zum Ausbruch beitragen.
Die Diagnose stützt sich auf Blutwerte und eine Ultraschalluntersuchung:
Die Autoimmunentzündung selbst lässt sich nicht ursächlich behandeln. Behandelt wird die Folge, also eine Unterfunktion. Dann gleicht das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin (Levothyroxin) die fehlende Hormonproduktion aus.
Wann behandelt wird:
Ziel ist, den TSH-Wert in den Normbereich zu bringen und die Beschwerden zu lindern. Die Dosis wird individuell festgelegt, abhängig von Alter, Gewicht und Begleiterkrankungen. Sogenannte natürliche Schilddrüsenhormone (NDT) werden in den aktuellen Leitlinien wegen fehlender Evidenz nicht empfohlen.
Damit L-Thyroxin zuverlässig wirkt, kommt es auf die richtige Einnahme an. Das Hormon wird im Darm nur dann gut aufgenommen, wenn der Magen leer ist und kein störendes Begleitmittel im Spiel ist.
Jeden Morgen nüchtern, jeden Tag gleich: brite erinnert dich.
Eine feste Routine ist bei L-Thyroxin entscheidend. brite erinnert dich zur richtigen Zeit, warnt vor Wechselwirkungen und hält deinen Plan fürs nächste Arztgespräch bereit.
Jetzt kostenlos startenSelen ist ein Spurenelement, das die Schilddrüse für ihren Stoffwechsel benötigt. Bei Hashimoto wird es oft als Nahrungsergänzung empfohlen. Die Studienlage ist jedoch gemischt.
Mehrere Untersuchungen zeigen, dass Selen die Menge der TPO-Antikörper im Blut senken kann. Ob das aber einen spürbaren Nutzen bringt, also Beschwerden lindert oder den Verlauf der Erkrankung verändert, ist nicht belegt. Eine große Übersichtsarbeit (Cochrane) kam zu dem Schluss, dass die Evidenz nicht ausreicht, um Selen generell zu empfehlen. Unter Fachleuten überwiegt daher eine zurückhaltende Haltung.
Wenn Selen eingenommen wird, dann zeitlich begrenzt, in moderater Dosis und am besten in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt. Denn zu viel Selen kann dem Körper schaden.
Hashimoto und ein Kinderwunsch passen gut zusammen, brauchen aber besondere Aufmerksamkeit. Eine unbehandelte Unterfunktion kann das Risiko für Komplikationen erhöhen und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Wichtig zu wissen:
Am besten lässt man die Schilddrüse schon vor einer geplanten Schwangerschaft prüfen und gut einstellen. Wer schwanger ist oder es plant, sollte das frühzeitig ärztlich besprechen.
Hashimoto ist gut behandelbar, braucht aber regelmäßige Kontrolle. Ein Arztbesuch ist sinnvoll:
L-Thyroxin wirkt nur bei zuverlässiger, gleichmäßiger Einnahme. brite hilft dir, deine Routine und deine Werte im Blick zu behalten.
Die Autoimmunerkrankung selbst ist nicht heilbar. Die daraus entstehende Unterfunktion lässt sich aber mit L-Thyroxin sehr gut ausgleichen. Viele Menschen leben damit beschwerdefrei.
Hashimoto ist die Ursache, also die Autoimmunentzündung der Schilddrüse. Die Unterfunktion ist eine mögliche Folge davon. Nicht jede Unterfunktion ist Hashimoto, aber Hashimoto ist ihre häufigste Ursache.
In der Regel ja, wenn eine dauerhafte Unterfunktion besteht. Die Schilddrüse bildet dann nicht mehr genug eigenes Hormon, sodass es ersetzt werden muss. Die Dosis kann sich im Lauf der Zeit ändern.
Morgens nüchtern, etwa 30 Minuten vor dem Frühstück, mit einem Glas Wasser und täglich zur gleichen Zeit. Halte Abstand zu Kaffee sowie zu Kalzium- und Eisenpräparaten, da sie die Aufnahme verringern.
Selen kann die Menge der TPO-Antikörper senken. Ein klarer Nutzen für Beschwerden oder den Krankheitsverlauf ist damit aber nicht belegt. Leitlinien empfehlen Selen nicht generell. Eine Einnahme sollte nur in Absprache erfolgen.
Hochdosiertes Jod aus Nahrungsergänzungen oder Algenpräparaten solltest du meiden, da es die Entzündung verstärken kann. Eine normale Ernährung mit jodiertem Speisesalz ist in Ordnung. In der Schwangerschaft gelten eigene Empfehlungen.
Ja. Die Schilddrüse sollte aber vorher und während der Schwangerschaft gut eingestellt und engmaschig kontrolliert werden. Der Bedarf an L-Thyroxin steigt in der Schwangerschaft oft an, deshalb wird die Dosis häufig erhöht.
Wenn eine Unterfunktion entsteht, sind es deren Beschwerden: Müdigkeit, Frieren, Gewichtszunahme, trockene Haut, Haarausfall und ein Stimmungstief. Viele Menschen haben jedoch nur erhöhte Antikörper, aber keine Beschwerden.