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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Die Parkinson-Krankheit (auch Morbus Parkinson) ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, die langsam fortschreitet. Im Gehirn gehen nach und nach Nervenzellen zugrunde, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Dopamin wird gebraucht, damit Bewegungen flüssig und fein abgestimmt ablaufen. Fehlt es, werden Bewegungen langsamer, steifer und weniger kontrolliert.
Parkinson ist nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln. Viele Menschen können mit der richtigen Therapie über lange Zeit aktiv bleiben. Wichtig ist, die richtigen Anzeichen früh zu erkennen.
Mehrere Medikamente, feste Uhrzeiten? brite hält den Plan.
Bei Parkinson kommt es auf die genaue Einnahmezeit an. brite erinnert dich pünktlich an jede Dosis, prüft Wechselwirkungen und führt deinen Medikationsplan für das nächste Arztgespräch.
Kostenlos registrierenDie meisten denken bei Parkinson sofort an das Zittern. Tatsächlich beginnt die Erkrankung aber oft mit ganz anderen, unauffälligen Zeichen, manchmal Jahre vor den ersten Bewegungsproblemen. Dazu gehören:
Die Erkrankung zeigt sich vor allem an vier Bewegungssymptomen, die typischerweise zunächst auf einer Körperseite beginnen:
Dazu kommen oft nicht die Bewegung betreffende Beschwerden wie Schlafstörungen, Blutdruckschwankungen, Schmerzen oder Stimmungstiefs.
Bei Parkinson gehen in einer bestimmten Hirnregion (der schwarzen Substanz, Substantia nigra) Zellen zugrunde, die Dopamin produzieren. Warum das passiert, ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Rolle spielen vermutlich eine Veranlagung und Umweltfaktoren. In den meisten Fällen tritt Parkinson nicht familiär gehäuft auf.
Der Dopaminmangel ist der Schlüssel: Er erklärt die Bewegungssymptome und ist zugleich der Ansatzpunkt für die Behandlung.
Die Diagnose stellt in der Regel eine Neurologin oder ein Neurologe, vor allem anhand der typischen Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Hilfreich sind:
Einen einfachen Bluttest, der Parkinson beweist, gibt es nicht.
Die wirksamste Behandlung ersetzt den fehlenden Botenstoff. Das Problem dabei: Dopamin selbst kann nicht aus dem Blut ins Gehirn gelangen. Sein Vorläufer L-Dopa (Levodopa) kann das aber. Im Gehirn wird L-Dopa dann in Dopamin umgewandelt und gleicht den Mangel aus.
Damit möglichst viel davon im Gehirn ankommt und weniger Nebenwirkungen entstehen, wird L-Dopa immer mit einem zweiten Wirkstoff kombiniert (Carbidopa oder Benserazid), der den Abbau im übrigen Körper bremst. L-Dopa ist besonders bei älteren Menschen oft das Mittel der ersten Wahl. Mehr dazu: Levodopa.
In der frühen Phase wirkt L-Dopa meist gleichmäßig über den ganzen Tag. Mit der Zeit ändert sich das, und genau hier kommt das On-Off ins Spiel.
Nach einigen Jahren der Behandlung wirkt L-Dopa oft nicht mehr so gleichmäßig. Der Grund: Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto weniger kann das Gehirn das Dopamin zwischenspeichern. Die Wirkung folgt dann enger dem Rhythmus der Tabletteneinnahme. Man unterscheidet zwei Zustände:
Lässt die Wirkung jeweils gegen Ende eines Einnahmeintervalls nach, spricht man von Wirkungsschwankungen (Wearing-off). Manchmal wechseln On und Off auch recht plötzlich.
Pünktlich bleiben, Off-Phasen vermeiden.
Bei Parkinson kann schon eine verspätete Dosis spürbar werden. brite erinnert dich genau zur richtigen Zeit, auch bei mehreren Dosen am Tag, warnt vor Wechselwirkungen und hält deinen Plan fürs Arztgespräch bereit.
Jetzt kostenlos startenNeben L-Dopa gibt es weitere Bausteine, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden:
Mindestens genauso wichtig sind nicht-medikamentöse Bausteine: Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sowie regelmäßige Bewegung. Kraft-, Gleichgewichts- und Ausdauertraining sollten von Anfang an dazugehören und können den Verlauf positiv beeinflussen.
Wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt, am besten aus der Neurologie, wenn bei dir mehrere der genannten Anzeichen auftreten, besonders eine Verlangsamung zusammen mit Steifigkeit oder Zittern. Auch wenn bei einer bekannten Parkinson-Erkrankung Wirkungsschwankungen, Stürze, Schluckprobleme oder Verwirrtheit auftreten, sollte die Behandlung angepasst werden.
Gerade bei Parkinson entscheidet die genaue Einnahmezeit über die Beweglichkeit. brite hilft dir, pünktlich zu bleiben und den Überblick zu behalten.
Nein. Zittern allein bedeutet noch keinen Parkinson, und etwa jeder dritte Betroffene zittert kaum oder gar nicht. Das Kernsymptom ist eine Verlangsamung der Bewegungen, nicht das Zittern.
Oft unauffällige Zeichen wie ein nachlassender Geruchssinn, heftige Träume mit Bewegungen im Schlaf, anhaltende Verstopfung, eine depressive Verstimmung oder eine kleiner werdende Handschrift, teils Jahre vor den Bewegungssymptomen.
L-Dopa ist die Vorstufe von Dopamin und kann ins Gehirn gelangen, wo es in Dopamin umgewandelt wird. So gleicht es den Mangel aus. Es wird mit einem zweiten Wirkstoff kombiniert, damit mehr davon im Gehirn ankommt.
On heißt, das Medikament wirkt und Bewegungen gelingen gut. Off heißt, die Wirkung lässt nach und die Beschwerden kehren zurück. Diese Schwankungen treten oft erst nach Jahren der Behandlung auf.
Weil die Wirkung mit der Zeit enger dem Rhythmus der Einnahme folgt. Eine verspätete oder vergessene Dosis kann eine Off-Phase auslösen. Ein genaues Timing hält die Beweglichkeit stabiler.
Nein, heilbar ist Parkinson bislang nicht. Die Beschwerden lassen sich aber über lange Zeit gut behandeln, sodass viele Menschen aktiv und selbstständig bleiben können.
In den meisten Fällen tritt Parkinson nicht familiär gehäuft auf. Eine Veranlagung und Umweltfaktoren spielen vermutlich zusammen. Nur ein kleiner Teil der Fälle ist eindeutig erblich bedingt.
Ja. Regelmäßige Bewegung, vor allem Kraft-, Gleichgewichts- und Ausdauertraining, ist ein wichtiger Baustein der Behandlung und sollte möglichst von Anfang an dazugehören.