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Sarah K., 34
Endlich verstehe ich meine Therapie. Die App erinnert mich, beantwortet meine Fragen - und ich fühle mich nicht mehr alleine damit.
Auf einen Blick
Jede Dosisstufe mit Datum und Beschwerden dokumentiert kostenlos in der brite App.
Die Polymyalgia rheumatica kurz PMR, wörtlich „Schmerz in vielen Muskeln" ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem die Schleimbeutel, Sehnenscheiden und Gelenkkapseln rund um Schultern und Hüften betrifft. Trotz des Namens sind es nicht die Muskeln selbst, die entzündet sind: Die Beschwerden entstehen im umgebenden Weichteilgewebe.¹
Charakteristisch ist der Beginn: Viele Betroffene können den Tag benennen, an dem es losging. Über Nacht wird das Aufstehen zur Qual, das Anziehen einer Jacke unmöglich, das Aufrichten aus dem Sessel nur mit den Armen machbar. Diese Wucht des Beginns unterscheidet die PMR von der langsam schleichenden Arthrose.
Die gute Nachricht: Die PMR spricht in der Regel innerhalb weniger Tage eindrucksvoll auf Cortison an. Die weniger gute: Die Behandlung dauert Monate bis Jahre, und der Weg heraus ist anspruchsvoller als der Weg hinein.
PMR und Riesenzellarteriitis (früher „Arteriitis temporalis") gehören zum selben Krankheitsspektrum. Bei der Riesenzellarteriitis sind mittelgroße Arterien entzündet vor allem im Kopfbereich. Ein Teil der Menschen mit PMR entwickelt zusätzlich eine solche Gefäßentzündung, und umgekehrt.¹,²
Deshalb gehört zu jeder PMR-Betreuung die Frage nach diesen Warnzeichen und zwar bei jedem Termin, nicht nur am Anfang.
Unbehandelt schränkt die PMR die Selbstständigkeit massiv ein Anziehen, Haare kämmen, Autofahren. Hinzu kommt ein Muskelabbau durch Schonung, der die Beschwerden weiter verstärkt. Ein Teil der Folgen entsteht allerdings nicht durch die Krankheit, sondern durch die Behandlung: Eine monatelange Cortison-Therapie erhöht unter anderem das Risiko für Osteoporose, für erhöhten Blutzucker und für Infekte. Genau deshalb sind Dosis und Dauer so sorgfältig zu steuern.
Warum das Immunsystem plötzlich das Gewebe rund um die großen Gelenke angreift, ist nach aktuellem Wissensstand nicht geklärt. Diskutiert wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Alterungsprozessen des Immunsystems und möglicherweise vorausgegangenen Infekten. Belastbar sind bislang vor allem zwei Faktoren:
Es gibt keinen Labortest, der die PMR beweist. Die Diagnose entsteht aus dem Gesamtbild und daraus, dass andere Ursachen ausgeschlossen wurden.
Ein praktisch bedeutsames Detail: Das rasche Ansprechen auf Cortison gilt als wichtiger Hinweis. Bessert sich die Beschwerdelage innerhalb weniger Tage nicht deutlich, wird die Diagnose in der Regel überdacht dann kommen andere Erkrankungen in Betracht, etwa eine Fibromyalgie oder eine Schilddrüsenstörung.
Die PMR wird mit Glukokortikoiden behandelt und zwar mit deutlich niedrigeren Dosen, als viele befürchten. Ziel ist die niedrigste Dosis, die die Beschwerden kontrolliert, über die kürzest mögliche Zeit. Die konkrete Dosis legt immer die behandelnde Praxis fest.²
Bei der PMR gilt in besonderem Maß: Zur Therapie gehört mehr als das eine Medikament. Weil Cortison über Monate eingenommen wird, wird von Beginn an mitgedacht, was es im Körper sonst anrichtet.
Prednisolon ist das am häufigsten eingesetzte Glukokortikoid. Grundsätzliches zur Wirkung, zu Nebenwirkungen und zum Umgang im Alltag steht im Cortison-Ratgeber.
Cortison, Knochenschutz, Magenschutz brite hält Zeiten und Dosen zusammen.
Der Einstieg in die Cortison-Therapie ist unspektakulär es wirkt schnell und gut. Die Kunst liegt im Ausstieg. Er zieht sich in der Regel über viele Monate bis über ein Jahr, und er misslingt häufig, wenn zu schnell reduziert wird.
Praktisch bewährt hat sich, den Ausschleichplan schriftlich festzuhalten: welche Dosis ab welchem Datum, wann die nächste Kontrolle ansteht und woran du einen Rückfall erkennst. Genau daran scheitert es im Alltag am häufigsten nicht am medizinischen Konzept, sondern an der Umsetzung über zwölf Monate.
Weil in dieser Altersgruppe häufig ohnehin mehrere Medikamente zusammenkommen, lohnt zusätzlich der Blick in Polypharmazie und Medikamente im Alter gerade Wechselwirkungen mit Schmerz- und Blutdruckmitteln werden leicht übersehen.
Ein dokumentierter Verlauf beantwortet beim Termin genau diese Frage.
Dosisplan, Erinnerungen und Symptomverlauf an einem Ort. Kostenlos.
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