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Sarah K., 34
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Macrogol ist ein osmotisches Abführmittel, das Wasser im Darm bindet und so den Stuhl weicher macht. Es gilt als schonend und auch für längere Anwendung, in der Schwangerschaft und bei Kindern geeignet – wenn es richtig zubereitet und mit ausreichend Flüssigkeit genommen wird.
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Hält eine Verstopfung trotz Macrogol über mehrere Tage an oder kommen starke Bauchschmerzen und Erbrechen dazu, kläre das ärztlich ab, statt die Dosis eigenmächtig immer weiter zu erhöhen. Macrogol (auch Polyethylenglykol, PEG genannt) ist ein osmotisch wirkendes Abführmittel gegen Verstopfung. Es wird in Wasser aufgelöst getrunken, bindet Flüssigkeit im Darm und macht den Stuhl weicher – ohne den Darm zu reizen. Deshalb gilt Macrogol als gut verträglich und auch für eine längere Anwendung geeignet.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Macrogol (Polyethylenglykol, PEG 3350/4000) |
| Handelsname | Movicol®, Laxofalk® |
| ATC-Code | A06AD15 |
| Wirkstoffklasse | Osmotisches Laxans (Abführmittel) |
| Darreichung | Pulver im Beutel, auch als Trinklösung |
| Einnahme | In Wasser auflösen und trinken |
| Standarddosis | 1–3 Beutel täglich (Erwachsene) |
| Wirkeintritt | In der Regel nach 1–3 Tagen |
| Rezeptpflicht | Nein – rezeptfrei in der Apotheke |
Macrogol ist ein großes, wasserlösliches Molekül, das der Körper praktisch nicht aufnimmt. Es durchwandert den Darm nahezu unverändert und wirkt rein physikalisch: Über Osmose bindet es Wasser an sich und hält es im Darm zurück. Dadurch bleibt mehr Flüssigkeit im Stuhl – er wird weicher, das Stuhlvolumen nimmt zu, und die natürliche Darmbewegung wird sanft angeregt.
Genau darin liegt der Unterschied zu stimulierenden Abführmitteln wie Bisacodyl oder Natriumpicosulfat: Diese reizen die Darmwand und erzwingen eine Bewegung. Macrogol dagegen greift nicht in die Darmnerven ein, sondern arbeitet nur mit Wasser. Das macht es besonders schonend – auch bei der Behandlung einer Verstopfung im Rahmen eines Reizdarmsyndroms oder bei wiederkehrenden Beschwerden durch eine Divertikelkrankheit. Weil das gebundene Wasser mit dem Stuhl ausgeschieden wird, ist es wichtig, zur Macrogol-Einnahme zusätzlich ausreichend zu trinken.
Jeder Beutel wird in etwa 125 ml Wasser vollständig aufgelöst und getrunken – nicht als Pulver schlucken. Die Dosis richtet sich danach, wie ausgeprägt die Verstopfung ist. Bei einer akuten Verstopfung sind meist 1–3 Beutel pro Tag üblich, bei hartnäckiger Verstopfung (Koprostase) kurzfristig auch mehr nach ärztlicher Anweisung.
| Situation | Dosis |
|---|---|
| Erwachsene, normale Verstopfung | 1–3 Beutel/Tag |
| Erhaltungsdosis | 1–2 Beutel/Tag |
| Kinder (je nach Alter/Präparat) | Nach ärztlicher Vorgabe |
| Hartnäckige Verstopfung (Koprostase) | Höhere Dosis, nur ärztlich begleitet |
Hast du eine Dosis vergessen, hol sie einfach nach oder mach am nächsten Tag normal weiter – ein Nachdoppeln ist nicht nötig. Was bei vergessenen Einnahmen generell gilt, erklärt der Ratgeber Medikament vergessen. Begleitende Blähungen zu Beginn sind normal und lassen meist nach wenigen Tagen nach.
brite erinnert dich zuverlässig an deine Macrogol-Einnahme und dokumentiert sie lückenlos.
Abführmittel wirken auf ganz unterschiedliche Weise. Für den Alltag ist vor allem wichtig, wie schonend ein Mittel ist und ob es für eine längere Anwendung taugt. Macrogol arbeitet rein osmotisch mit Wasser, während stimulierende Mittel die Darmwand aktiv anregen.
| Eigenschaft | Macrogol | Stimulierende Laxanzien | Lactulose |
|---|---|---|---|
| Wirkprinzip | Osmose (bindet Wasser) | Reizt die Darmwand | Osmotisch, wird bakteriell abgebaut |
| Beispiele | Movicol®, Laxofalk® | Bisacodyl, Natriumpicosulfat | Lactulose-Sirup |
| Wirkeintritt | 1–3 Tage | 6–12 Stunden | 1–2 Tage |
| Blähungen | Eher gering | Möglich, Krämpfe | Häufiger |
| Für längere Anwendung | Ja, gut geeignet | Nur kurzfristig | Ja |
Ein häufiges Missverständnis: Macrogol ist kein Mittel gegen Durchfall, sondern gegen Verstopfung. Bei Durchfall kommt umgekehrt eher Loperamid zum Einsatz. Welches Abführmittel im Einzelfall passt, hängt von Ursache, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit ab.
Macrogol ist gut verträglich, weil der Körper es nicht aufnimmt. Die häufigsten Beschwerden betreffen den Magen-Darm-Trakt und sind meist mild – besonders zu Beginn der Behandlung.
| Nebenwirkung | Häufigkeit | Was tun? |
|---|---|---|
| Blähungen, Bauchgeräusche | Häufig | Meist harmlos, lässt oft nach einigen Tagen nach |
| Weicher Stuhl bis Durchfall | Häufig | Dosis reduzieren |
| Leichte Bauchschmerzen, Übelkeit | Gelegentlich | Dosis anpassen; bei Zunahme abklären |
| Allergische Reaktion (Hautausschlag, Schwellung) | Selten | Absetzen, ärztlich abklären |
Weil Macrogol nicht ins Blut übergeht, hat es nur wenige Wechselwirkungen. Relevant ist vor allem, dass ein beschleunigter Stuhltransport die Aufnahme anderer Medikamente beeinflussen kann. Prüfe deine Kombinationen im Wechselwirkungs-Check.
| Stoff / Medikament | Wechselwirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin) | Aufnahme kann sinken | Zeitlichen Abstand einhalten |
| Herzmedikamente (z. B. Digoxin) | Wirkspiegel kann sich ändern | Rücksprache mit der Praxis |
| Antiepileptika | Aufnahme kann sinken | Getrennt einnehmen |
| Andere Abführmittel | Verstärkter Effekt, mehr Durchfall | Nicht unnötig kombinieren |
Macrogol gilt als eines der Abführmittel der Wahl in besonderen Situationen. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird es bevorzugt eingesetzt, weil es nicht in den Körper aufgenommen wird und daher nicht zum Kind gelangt. Auch bei Kindern ist Macrogol – in altersgerechter Dosierung – ein häufig empfohlenes Mittel gegen Verstopfung.
Für eine längere Anwendung ist Macrogol gut geeignet: Anders als bei stimulierenden Abführmitteln droht kein Gewöhnungseffekt im Sinne eines „trägen Darms". Trotzdem gilt: Hält eine Verstopfung dauerhaft an, sollte die Ursache ärztlich geklärt werden, statt sie nur mit steigenden Dosen zu überdecken. Begleitend helfen ausreichend Trinken, Bewegung und ballaststoffreiche Ernährung.
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