X
Über 60.000 Patienten vertrauen brite
4.6 Sterne
Deine Gesundheit endlich verständlich mit brite
1
E-Mail eingeben, fertig. Kein Abo, keine Kreditkarte.
2
Suchen, antippen, fertig. Über 3.400 Medikamente.
3
Check, Erinnerung, Überblick gewinnen.
Sarah K., 34
Endlich verstehe ich meine Therapie. Die App erinnert mich, beantwortet meine Fragen - und ich fühle mich nicht mehr alleine damit.
Medizinisch geprüfter Ratgeber · Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2026 · Lesezeit: ca. 11 Min.
Auf einen Blick
| Ursache | Typischer Schmerz | Häufig bei | Erster Schritt |
|---|---|---|---|
| Muskeln und Sehnen | Ziehend, belastungsabhängig, umschriebener Druckschmerz | Ungewohnter Belastung, Sport, Arbeit am Bildschirm | Belastung anpassen, Wärme oder Kühlung |
| Schulter (Impingement, Kalkschulter) | Außen am Oberarm, beim Heben des Arms und nachts beim Liegen auf der Seite | Mittlerem Alter, Überkopfarbeit | Hausärztlich oder orthopädisch untersuchen |
| Nervenwurzel an der Halswirbelsäule | Ausstrahlend vom Nacken bis in bestimmte Finger, oft mit Kribbeln | Verschleiß oder Bandscheibenvorfall, ab mittlerem Alter | Hausärztlich, bei Lähmung sofort |
| Nervenengpass (Karpaltunnel, Ellenbogen) | Kribbeln und Schmerz in Hand und Unterarm, nachts stärker | Frauen, Schwangerschaft, Diabetes, häufiges Abstützen | Hausärztlich, dann Neurologie |
| Herz (Angina pectoris, Herzinfarkt) | Druck oder Ziehen in Arm, Schulter, Kiefer, bei Belastung | Rauchern, Bluthochdruck, Diabetes, höherem Alter | Bei Ruheschmerz oder Atemnot sofort 112 |
| Gefäße (Armvenenthrombose, Arterienverschluss) | Schwellung und Schwere oder plötzlich kalter, blasser Arm | Venenkatheter, Port, Überkopfbelastung; Herzrhythmusstörungen | Noch am selben Tag ärztlich, bei kaltem Arm 112 |
Einnahmebeginn und Beschwerden nebeneinander dokumentiert — kostenlos in der brite App.
Dieser Beitrag behandelt Schmerzen im Arm selbst — im Oberarm, im Unterarm oder ausstrahlend über den ganzen Arm. Sitzt der Schmerz vor allem im Schultergelenk, findest du die Einordnung unter Schulterschmerzen; steht ein Druck oder Stechen in der Brust im Vordergrund, lies zuerst den Beitrag zu Brustschmerzen. Für Beschwerden genau am Gelenk helfen die Beiträge zu Ellenbogenschmerzen und Handgelenkschmerzen weiter.
Ungewohnte Arbeit wie Streichen, Umzugskisten tragen oder ein neues Krafttraining überlastet die Muskeln von Ober- und Unterarm. Typisch ist ein ziehender, dumpfer Schmerz, der bei Bewegung und Druck zunimmt und sich innerhalb weniger Tage bessert. Einseitige Dauerbelastung, etwa an Maus und Tastatur, kann Schmerzen im Unterarm unterhalten, die erst nach Pausen nachlassen. Bei einer Zerrung kam der Schmerz plötzlich während einer Bewegung. Erster Schritt: Belastung reduzieren, aber in Bewegung bleiben, mit Wärme oder kurzer Kühlung nach Gefühl. Mehr dazu unter Muskelschmerzen.
Am Ellenbogen setzen die Sehnen der Unterarmmuskeln an. Ist der äußere Ansatz gereizt — der Tennisarm —, strahlt der Schmerz beim Greifen, Heben oder Drehen oft in den Unterarm aus. Die Bizepssehne kann vorn an der Schulter oder in der Ellenbeuge schmerzen. Reißt die lange Bizepssehne, verrutscht der Muskelbauch sichtbar Richtung Ellenbogen; ein Riss in der Ellenbeuge macht einen plötzlichen Schmerz mit Kraftverlust beim Beugen und Drehen des Unterarms und sollte zeitnah unfallchirurgisch oder orthopädisch angesehen werden.
Viele Schulterprobleme spürt man nicht im Gelenk, sondern außen am Oberarm, etwa in Höhe des Deltamuskels. Beim Engpasssyndrom (Impingement) und bei der Kalkschulter schmerzt es typischerweise, wenn du den Arm seitlich anhebst, und nachts, wenn du auf der betroffenen Seite liegst. Eine Schultersteife (Frozen Shoulder) schränkt die Beweglichkeit in alle Richtungen ein. Erster Schritt ist eine Untersuchung der Schulterbeweglichkeit, oft ergänzt durch Ultraschall.
Die Nerven für den Arm verlassen die Wirbelsäule im Halsbereich. Werden sie durch Verschleiß, knöcherne Anbauten oder einen Bandscheibenvorfall bedrängt, entsteht eine zervikale Radikulopathie: ein ziehender, oft elektrisierender Schmerz vom Nacken über Schulter und Arm bis in bestimmte Finger, häufig mit Kribbeln, Taubheit oder Kraftminderung. Welche Finger betroffen sind, gibt einen Hinweis auf die Höhe — vereinfacht Daumen eher die sechste, Mittelfinger die siebte, kleiner Finger die achte Halswurzel. Viele Betroffene haben zusätzlich Nackenschmerzen, und Kopfdrehen oder Zurückneigen verstärkt den Armschmerz. Laut Leitlinie bessert sich ein Großteil der Beschwerden unter konservativer Behandlung innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten.
Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Mittelnerv am Handgelenk eingeengt. Typisch sind nächtliches Kribbeln und eingeschlafene Hände an Daumen, Zeige- und Mittelfinger; der Schmerz kann aber bis in Unterarm und Schulter hochziehen. Ausschütteln der Hand bringt oft Erleichterung. Am Ellenbogen kann der Ellennerv in seiner Rinne gereizt werden — mit Kribbeln in Ring- und kleinem Finger, verstärkt durch langes Beugen oder Aufstützen des Ellenbogens. Erster Schritt ist die hausärztliche Untersuchung, die Bestätigung erfolgt meist neurologisch mit einer Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.
Ist der Herzmuskel schlecht durchblutet, kann der Schmerz in den linken Arm, aber auch in beide Arme, den rechten Arm, Hals, Kiefer, Rücken oder Oberbauch ausstrahlen. Bei der stabilen Angina pectoris im Rahmen einer koronaren Herzkrankheit tritt der Druck typischerweise bei Belastung, Kälte oder Aufregung auf und klingt in Ruhe innerhalb weniger Minuten ab. Manchmal ist der Arm der einzige Ort, an dem es wehtut. Beim Herzinfarkt halten die Beschwerden an, oft mit Engegefühl, Atemnot, kaltem Schweiß, Übelkeit oder Angst. Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Diabetes haben häufiger untypische Beschwerden. Armschmerz, der sich durch Druck auf den Muskel oder durch eine bestimmte Armbewegung genau auslösen lässt, spricht dagegen eher für eine mechanische Ursache.
Eine Thrombose kann auch in den Armvenen entstehen, vor allem bei einem Venenkatheter oder Port, bei Krebserkrankungen oder nach ungewohnter, kräftiger Überkopfbelastung. Typisch sind Schwellung, Schweregefühl, bläuliche Verfärbung und sichtbar gestaute Venen an Schulter und Brust. Auch eine Armvenenthrombose kann eine Lungenembolie auslösen und gehört noch am selben Tag ärztlich angesehen. Sehr viel seltener verschließt ein Blutgerinnsel eine Armarterie, etwa bei Vorhofflimmern: Der Arm wird plötzlich schmerzhaft, blass, kalt und gefühllos, der Puls am Handgelenk fehlt — ein Notfall.
Nach einem Sturz auf Arm oder Schulter kann ein Bruch vorliegen, besonders bei Osteoporose — oberarmnahe Brüche gehören zu den typischen Osteoporose-Frakturen im Alter. Brennende, einseitige Schmerzen in einem Hautstreifen, die einige Tage vor einem Bläschenausschlag beginnen, passen zur Gürtelrose. Beidseitige Schmerzen und Steifheit in Schultern und Oberarmen, vor allem morgens und bei Menschen über 50, können auf eine Polymyalgia rheumatica hinweisen. Nach einer Brustkrebsbehandlung mit Entfernung von Lymphknoten kann ein Lymphödem den Arm schwer und geschwollen machen.
Diese Tests ersetzen keine Diagnose, sie geben nur eine Richtung vor. Bei Armschmerz mit Brustdruck, Atemnot oder kaltem Schweiß gilt: nicht testen, sondern sofort die 112.
Ohne Warnzeichen geht die Abklärung in der Regel vom Einfachen zum Aufwendigen.
Einige Medikamente verursachen Muskel-, Sehnen- oder Gelenkschmerzen, die sich im Arm bemerkbar machen. Beginnen Armschmerzen ohne klaren Anlass, lohnt ein Blick auf den Medikationsplan.
Cholesterinsenker wie Atorvastatin oder Simvastatin können Muskelschmerzen und Muskelschwäche verursachen, meist beidseitig an Oberarmen, Schultern, Oberschenkeln oder Waden. In Studien sind solche Beschwerden unter Statin und Placebo allerdings ähnlich häufig — nicht jeder Muskelschmerz kommt also vom Statin. Sehr selten kommt es zu einer ernsten Muskelschädigung mit deutlicher Schwäche und dunklem Urin; dann sofort ärztlich melden. Wechselwirkungen, etwa mit bestimmten Antibiotika oder Grapefruitsaft, können das Risiko erhöhen. Statine nicht eigenmächtig absetzen: Oft hilft ein Wechsel des Wirkstoffs oder der Dosis.
Antibiotika wie Ciprofloxacin oder Levofloxacin können Sehnenentzündungen und Sehnenrisse auslösen — am häufigsten an der Achillessehne, aber auch an Schulter, Ellenbogen und Hand. Das Risiko steigt mit dem Alter und unter gleichzeitigem Kortison. Nach dem Rote-Hand-Brief von 2019 gilt: Bei ersten Sehnenschmerzen die Belastung meiden und umgehend mit der Praxis sprechen.
Aromatasehemmer wie Anastrozol nach Brustkrebs verursachen häufig Gelenk- und Muskelschmerzen, auch in Händen und Armen, und können ein Karpaltunnelsyndrom begünstigen. Bisphosphonate gegen Osteoporose können Knochen-, Gelenk- und Muskelschmerzen auslösen. Und nach einer Impfung in den Oberarmmuskel sind Schmerzen und Schwellung an der Einstichstelle für ein bis drei Tage normal; hält ein starker Schulterschmerz nach einer Impfung über Wochen an, sollte er ärztlich untersucht werden.
Bei Muskelzerrungen, Sehnenreizungen oder Schulterschmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac-Gel kurzfristig helfen. Bei Nervenschmerzen ist ihre Wirkung oft begrenzt. Ohne ärztlichen Rat gilt laut Packungsbeilage in der Regel: nicht länger als drei bis vier Tage am Stück. Zusammen mit Blutverdünnern steigt das Blutungsrisiko, bei Nieren-, Magen- oder Herzproblemen ist Vorsicht nötig. Einen Überblick gibt der Schmerzmittel-Vergleich; welche Behandlung passt, entscheidet immer die behandelnde Praxis. Und wichtig: Ein Schmerzmittel gegen Armschmerz, der vom Herzen kommen könnte, verzögert nur die Diagnose.
Medikationsplan und Beschwerdeverlauf auf einer Zeitachse, bereit für das nächste Arztgespräch.
Erinnerungen für Blutdrucksenker, Statin und Co. — und ein Verlauf für das nächste Arztgespräch.
Medikationsplan, Einnahmeverlauf und Beschwerden an einem Ort. Kostenlos.
Kostenlos starten
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Selbsttests sind eine Orientierung und keine Diagnose. Bei Armschmerz mit Brustdruck, Atemnot oder kaltem Schweiß, einem plötzlich kalten, blassen oder gelähmten Arm oder einer einseitigen Armschwellung wende dich bitte umgehend an deine Arztpraxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder den Rettungsdienst (112).