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Sarah K., 34
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Medizinisch geprüfter Ratgeber · Letzte Aktualisierung: 24. Oktober 2026 · Lesezeit: ca. 11 Min.
Auf einen Blick
| Ursache | So sieht der Stuhl aus | Typische Hinweise | Erster Schritt |
|---|---|---|---|
| Eisenpräparat | Schwarz, dunkelgrau oder schwarzgrün, meist geformt, nicht klebrig | Beginn mit der Einnahme, sonst keine Beschwerden, oft etwas Verstopfung | Beobachten, beim nächsten Termin ansprechen |
| Wismut, medizinische Kohle | Grauschwarz bis schwarz, geformt; bei Wismut oft auch dunkle Zunge | Helicobacter-Therapie oder Kohletabletten in den letzten Tagen | Verschwindet nach Ende der Einnahme |
| Lebensmittel | Sehr dunkel, bläulich-schwarz oder dunkelrot-braun | Heidelbeeren, Blutwurst, Lakritze, Tintenfischtinte, Rote Bete in den letzten ein bis zwei Tagen | Nach zwei bis drei Tagen sollte die Farbe normal sein |
| Verschlucktes Blut | Schwarz, teils teerartig | Nasenbluten, Zahnziehen, Mandel-OP, blutendes Zahnfleisch | Bei klarer Quelle beobachten, sonst ärztlich abklären |
| Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür | Teerstuhl: glänzend, klebrig, übel riechend | Schmerzmittel, ASS, Blutverdünner, Helicobacter; Oberbauchschmerz möglich, aber nicht immer | Am selben Tag ärztlich, bei Kreislaufzeichen 112 |
| Krampfadern der Speiseröhre | Teerstuhl, oft mit Bluterbrechen | Bekannte Leberzirrhose, hoher Alkoholkonsum | Sofort 112 |
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Dieser Beitrag hilft dir bei einer Frage: Ist der Stuhl schwarz, weil etwas gefärbt hat — oder weil es blutet? Rotes Blut auf dem Toilettenpapier, dunkelrote Beimengungen und die Darmkrebs-Vorsorge behandelt der Beitrag Blut im Stuhl ausführlich. Ist der Stuhl dagegen auffallend hell oder lehmfarben, hilft der Beitrag zu hellem Stuhl weiter.
Wer Eisenpräparate einnimmt, scheidet einen Teil des Eisens wieder aus — als dunkle Eisenverbindungen, die den Stuhl schwarz, dunkelgrau oder schwarzgrün färben. Das steht in den Fachinformationen als häufige, harmlose Begleiterscheinung und beginnt meist innerhalb weniger Tage nach dem Start. Typisch: Der Stuhl ist geformt oder normal weich, nicht klebrig-glänzend, und riecht nicht anders als sonst. Oft kommen Verstopfung oder ein flaues Gefühl im Magen dazu.
Ein wichtiger Haken: Eisen wird häufig wegen eines Eisenmangels verordnet — und ein Eisenmangel ohne klare Ursache kann selbst von einer langsamen Blutung im Magen-Darm-Trakt kommen. Die schwarze Eisenfarbe kann eine solche Blutung überdecken. Deshalb gehört bei einer Eisenmangelanämie ohne Erklärung die Suche nach der Ursache dazu, besonders bei Männern und bei Frauen nach den Wechseljahren.
Wismut (Bismut) ist Bestandteil einer Vierfachtherapie gegen das Magenbakterium Helicobacter pylori und steckt in manchen, vor allem im Ausland verbreiteten Magenmitteln. Es färbt den Stuhl grauschwarz bis schwarz, manchmal auch die Zunge. Medizinische Kohle, die bei Durchfall oder Vergiftungen eingesetzt wird, macht den Stuhl ebenfalls tiefschwarz. Beides ist harmlos und verschwindet einige Tage nach dem Ende der Einnahme.
Größere Mengen Heidelbeeren oder Brombeeren, Blutwurst, schwarze Lakritze, Pasta oder Risotto mit Tintenfischtinte und Rote Bete können den Stuhl sehr dunkel färben — von bläulich-schwarz bis dunkelrot-braun. Spinat und anderes grünes Blattgemüse machen ihn eher dunkelgrün. Rote Bete färbt oft auch den Urin rötlich. Die Verfärbung hält nur so lange an, wie das Lebensmittel den Darm passiert, also in der Regel ein bis zwei Tage. Hast du nichts davon gegessen oder bleibt die Farbe länger, solltest du weiterdenken.
Blut, das du verschluckst, wird im Darm genauso zersetzt wie eine Blutung im Magen. Nach starkem Nasenbluten, nach dem Ziehen eines Zahns, nach einer Mandeloperation oder bei stark blutendem Zahnfleisch kann der Stuhl deshalb ein bis zwei Tage später schwarz sein. Stillende Babys schlucken manchmal Blut aus wunden Brustwarzen der Mutter. Ist die Quelle klar und hört die Blutung auf, normalisiert sich der Stuhl in der Regel von selbst — wiederholtes Nasenbluten unter Blutverdünnern sollte aber ärztlich angesehen werden.
Echter Teerstuhl (Meläna) entsteht, wenn Blut aus Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm durch Magensäure und Darmbakterien zersetzt wird. Er ist glänzend schwarz, klebrig wie Teer, oft breiig und riecht auffallend stechend-faulig. Teerstuhl bedeutet, dass bereits eine relevante Menge Blut in den Darm gelangt ist — und er kann noch einige Tage nachfärben, auch wenn die Blutung schon steht. Seltener stammt dunkler bis schwarzer Stuhl aus dem Dünndarm oder dem rechten Dickdarm. Umgekehrt kann eine sehr starke Blutung aus dem Magen so schnell durch den Darm laufen, dass rotes Blut erscheint.
Die häufigste Quelle ist ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Die zwei wichtigsten Auslöser sind eine Helicobacter-Infektion und entzündungshemmende Schmerzmittel einschließlich ASS. Geschwüre durch Schmerzmittel bluten oft, ohne vorher wehzutun. Daneben kommen eine erosive Gastritis, eine Entzündung der Speiseröhre durch Reflux, ein Schleimhautriss nach heftigem Erbrechen (Mallory-Weiss-Syndrom) und Tumoren infrage, etwa Magenkrebs, die häufiger langsam und unbemerkt bluten.
Bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose staut sich das Blut vor der Leber, und in der Speiseröhre bilden sich erweiterte Venen (Ösophagusvarizen). Reißen sie, blutet es meist stark — mit Bluterbrechen, Teerstuhl und rasch einsetzender Kreislaufschwäche. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Wer eine bekannte Lebererkrankung hat, sollte schwarzen Stuhl deshalb nie abwarten.
In den ersten ein bis drei Lebenstagen scheiden Neugeborene das Kindspech (Mekonium) aus: zäh, klebrig und schwarzgrün. Das ist normal. Danach wird der Stuhl über Übergangsstühle grünlich-braun und schließlich gelb. Schwarzer Stuhl bei einem älteren Säugling oder Kleinkind ohne Erklärung gehört in die Kinderarztpraxis.
Diese Beobachtungen ersetzen keine Diagnose — sie helfen dir einzuschätzen, wie dringend die Abklärung ist. Fühlst du dich schwach, schwindelig oder siehst du Blut im Erbrochenen, gilt: nicht weiter beobachten, sondern Hilfe holen.
Wie es weitergeht, hängt davon ab, ob die Farbe harmlos erklärbar ist oder ob eine Blutung infrage kommt.
Beim schwarzen Stuhl spielen Medikamente eine Doppelrolle: Manche färben ihn harmlos, andere erhöhen das Risiko, dass es im Magen blutet. Ein aktueller Medikationsplan hilft dir und der Praxis, beides auseinanderzuhalten.
Eisenpräparate, wismuthaltige Kombinationen gegen Helicobacter und medizinische Kohle färben den Stuhl schwarz, ohne die Schleimhaut zu schädigen. Wenn du eines davon neu beginnst, notiere das Startdatum — dann ist die Farbe beim nächsten Toilettengang keine Überraschung. Bleib trotzdem aufmerksam: Wird der Stuhl unter Eisen plötzlich klebrig, glänzend und übel riechend oder fühlst du dich schwach, ist das nicht mehr mit dem Eisen erklärt.
Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und ASS hemmen schützende Botenstoffe der Magenschleimhaut. Geschwüre und Blutungen sind deshalb eine bekannte, wenn auch nicht häufige Nebenwirkung — das Risiko steigt mit Dosis, Dauer und Alter, mit früheren Geschwüren und bei Kombination mit Kortison, Blutverdünnern oder bestimmten Antidepressiva (SSRI). Rezeptfreie Schmerzmittel solltest du ohne ärztlichen Rat laut Packungsbeilage in der Regel nicht länger als drei bis vier Tage am Stück einnehmen. Wann ein Magenschutz wie Pantoprazol sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber Magenprobleme durch Medikamente.
Gerinnungshemmer wie Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban, Dabigatran oder Phenprocoumon verursachen in der Regel keine Geschwüre, lassen eine vorhandene Schwachstelle aber stärker bluten. Dasselbe gilt für Plättchenhemmer wie Clopidogrel oder Ticagrelor, besonders in der Zweierkombination mit ASS nach einem Stent. Schwarzer Stuhl unter diesen Mitteln ist immer ein Grund für eine zeitnahe Abklärung.
Prüf deine Kombination auf Blutungsrisiken und nimm die Liste mit zum nächsten Arztgespräch.
Den harmlos schwarzen Stuhl musst du nicht verhindern. Vorbeugen lässt sich aber vielem, was hinter echtem Teerstuhl steckt.
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Beobachtungen sind eine Orientierung und keine Diagnose. Bei Teerstuhl ohne harmlose Erklärung, Schwindel, Ohnmacht, Herzrasen, Bluterbrechen oder schwarzem Stuhl unter Blutverdünnern wende dich bitte umgehend an deine Arztpraxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder den Rettungsdienst (112).