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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Burnout beschreibt einen Zustand tiefer Erschoepfung, der aus chronischem, schlecht bewaeltigtem Stress am Arbeitsplatz entsteht. Wichtig zu wissen: Burnout ist offiziell keine eigenstaendige Diagnose. Die Weltgesundheitsorganisation fuehrt Burnout in der aktuellen ICD-11 unter dem Code QD85 als berufsbezogenes Phaenomen, ausdruecklich nicht als Krankheit. Es steht dort im Kapitel zu Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen, also unter Gruenden, aus denen Menschen medizinische Hilfe suchen, ohne dass eine klassische Erkrankung vorliegt.
In Deutschland wird weiterhin die ICD-10-GM zur Verschluesselung genutzt. Dort taucht Burnout als Z73.0 (Ausgebranntsein) auf, ebenfalls als Zusatzcode und nicht als Diagnose. Praktisch heisst das: Burnout ist ein ernst zu nehmender Risikozustand, der auf eine behandlungsbeduerftige Erkrankung wie eine Depression hinweisen kann, aber selbst keine ist.
Fachlich wird Burnout ueber drei Kerndimensionen beschrieben:
Per Definition bezieht sich Burnout auf den beruflichen Kontext. Dauerhafte Erschoepfung in anderen Lebensbereichen, etwa durch Pflege von Angehoerigen oder private Belastungen, kann sich aehnlich anfuehlen, gehoert aber streng genommen nicht zur engen Burnout-Definition. Entscheidend ist nicht das Etikett, sondern dass anhaltende Erschoepfung ernst genommen und abgeklaert wird.
Den schleichenden Verlauf sichtbar machen
Burnout entwickelt sich langsam und wird oft lange uebersehen. Wenn du Erschoepfung, Schlaf und Stimmung ueber Wochen festhaeltst, erkennst du Muster frueher und kannst sie deinem Arzt strukturiert zeigen. Mit brite dokumentierst du deinen Gesundheitsverlauf kostenlos an einem Ort.
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Burnout kuendigt sich selten von heute auf morgen an. Die Symptome entwickeln sich schleichend und werden anfangs oft als normaler Stress abgetan. Sie zeigen sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Seelische und emotionale Anzeichen
Koerperliche Anzeichen
Treten mehrere dieser Anzeichen ueber Wochen gemeinsam auf und bessern sich auch in Ruhephasen nicht, ist das ein deutliches Signal, genauer hinzuschauen und Hilfe zu suchen.
Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger praegte den Begriff Burnout 1974. Gemeinsam mit Gail North beschrieb er 1992 ein Modell aus zwoelf Phasen, das den typischen Weg vom engagierten Hochleister bis zum Zusammenbruch nachzeichnet. Die Phasen verlaufen nicht immer streng der Reihe nach und nicht jeder durchlaeuft alle, aber das Modell macht den schleichenden Charakter gut sichtbar. Eine wichtige Botschaft vorweg: In jeder Phase ist eine Behandlung moeglich, und je frueher sie beginnt, desto leichter ist der Ausstieg.
Als Faustregel laesst sich der Prozess bis etwa Phase 5 oft noch aus eigener Kraft und mit kleinen Veraenderungen stoppen. Ab Phase 6 wird professionelle Unterstuetzung zunehmend wichtig, in den spaeten Phasen ist sie unverzichtbar.
Wenn die Belastung zu gross wird
Wenn du das Gefuehl hast, nicht mehr weiterzukoennen, oder Gedanken hast, dass das Leben nicht mehr lebenswert ist, hol dir bitte sofort Hilfe. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. In einer akuten Notlage waehle den Notruf 112.
Burnout und Depression haben viele Ueberschneidungen, etwa Erschoepfung, Schlafprobleme und Antriebslosigkeit. Genau das macht die Unterscheidung so wichtig, denn die Behandlung ist unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft fuer Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) weist seit Jahren darauf hin, dass der Begriff Burnout oft zu locker verwendet wird. Die Gefahr dabei: Hinter einem vermeintlichen Burnout steckt nicht selten eine echte, gut behandelbare Depression, die uebersehen werden kann. Deshalb ist eine sorgfaeltige Abklaerung entscheidend.
| Merkmal | Burnout | Depression |
|---|---|---|
| Kontext | Meist klar auf die Arbeit bezogen | Betrifft alle Lebensbereiche, oft ohne klaren Ausloeser |
| Freude ausserhalb der Arbeit | Im Urlaub oder am Wochenende oft noch moeglich | Freudlosigkeit meist durchgehend, auch bei frueher schoenen Dingen |
| Selbstwert | Bleibt meist erhalten | Oft tief gestoert, mit Schuld- und Wertlosigkeitsgefuehlen |
| Erholung | Bessert sich oft mit Abstand zur Belastung | Bessert sich nicht allein durch Urlaub oder Ruhe |
| Status | Risikozustand (Z73.0 / QD85), keine eigene Diagnose | Anerkannte Erkrankung, klar diagnostizierbar |
Diese Tabelle ist eine Orientierung, kein Selbsttest. Burnout kann in eine Depression uebergehen, und beide koennen gleichzeitig bestehen. Eine verlaessliche Einordnung gelingt nur im Gespraech mit einer aerztlichen oder psychotherapeutischen Fachperson.
Gut vorbereitet ins Arztgespraech
Eine klare Uebersicht deiner Beschwerden hilft deinem Arzt bei der Einschaetzung, ob hinter der Erschoepfung zum Beispiel eine Depression steckt. Falls Medikamente verordnet werden, erinnert dich brite an die Einnahme und prueft automatisch auf Wechselwirkungen.
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Bei Burnout helfen keine schnellen Patentrezepte und keine reinen Entspannungstipps. Was hilft, ist ein klarer, schrittweiser Plan, der die eigentliche Ursache mit einbezieht.
Der wichtigste Schritt ist der erste: anzuerkennen, dass etwas nicht stimmt, und sich Unterstuetzung zu suchen. Das ist kein Zeichen von Schwaeche, sondern von Verantwortung dir selbst gegenueber.
Burnout zu bewaeltigen ist ein Weg ueber Wochen und Monate. brite hilft dir, den Ueberblick zu behalten, vom ersten Arztbesuch bis zur Therapie.
Dieser Artikel dient ausschliesslich der allgemeinen Information und ersetzt keine aerztliche oder psychotherapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich bitte an deinen Hausarzt oder eine psychotherapeutische Praxis. In einer akuten Krise erreichst du die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 116 123, im Notfall die 112.