Fußpilz:
die richtige Creme finden und den Rückfall verhindern

Auf einen Blick

Was ist das? Eine sehr häufige Pilzinfektion der Fußhaut, meist zwischen den Zehen.
Wie häufig? Eine der häufigsten Hautinfektionen überhaupt.
Leitsymptom Juckreiz, Schuppung und gerötete, manchmal aufgeweichte Haut zwischen den Zehen.
Behandlung Antimykotische Creme, die Wahl richtet sich nach Pilztyp und Form.
Wichtig Lange genug behandeln und vorbeugen, sonst kommt er zurück.
ICD-10 B35.3 (Tinea pedis)

Was ist Fußpilz?

Fußpilz (medizinisch Tinea pedis) ist eine Pilzinfektion der Haut an den Füßen und eine der häufigsten Hautinfektionen überhaupt. Meist sind sogenannte Fadenpilze (Dermatophyten) die Ursache. Die typische Eintrittsstelle sind die Zwischenräume zwischen den Zehen, von dort breitet er sich oft weiter aus.

Fußpilz ist ansteckend: Die Pilze werden über kleine Hautschuppen übertragen, zum Beispiel auf Böden in Schwimmbädern, Duschen und Umkleiden oder über gemeinsame Handtücher und Schuhe. Er verschwindet meist nicht von allein, lässt sich aber gut behandeln. Wichtig sind die richtige Creme und genug Geduld, damit er nicht zurückkommt.

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Die Behandlung bis zum Ende durchziehen.

Eine Fußpilzcreme wirkt nur, wenn man sie lange genug anwendet. brite erinnert dich zuverlässig daran, hilft dir, den Verlauf festzuhalten, und prüft Wechselwirkungen, falls Tabletten dazukommen. So kommt der Pilz nicht so leicht zurück.

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Symptome und Formen

Fußpilz zeigt sich je nach Form unterschiedlich. Häufige Anzeichen sind:

  • zwischen den Zehen (die häufigste Form): Juckreiz, Schuppung, gerötete und manchmal aufgeweichte, weißliche Haut, kleine Risse. Mehr dazu: Juckreiz.
  • an Fußsohle und Ferse (Mokassin-Form): trockene, schuppige, leicht verdickte Haut, die oft mit trockener Haut verwechselt wird.
  • mit Bläschen (seltener): juckende Bläschen an Fußsohle oder Fußrand.

Fußpilz kann auf die Nägel übergehen, dann wird daraus ein Nagelpilz, der eine eigene Behandlung braucht. Mehr dazu: Nagelpilz.

Diagnose: meist eindeutig, manchmal verwechselt

Oft lässt sich Fußpilz schon am typischen Aussehen erkennen. Bei der Mokassin-Form wird er allerdings leicht mit trockener Haut oder einem Ekzem verwechselt, und auch eine Schuppenflechte kann ähnlich aussehen.

Wenn die Diagnose unklar ist, der Fußpilz nicht auf die Behandlung anspricht oder Tabletten infrage kommen, kann die Ärztin oder der Arzt etwas Hautmaterial entnehmen und untersuchen lassen, unter dem Mikroskop, in einer Pilzkultur oder per Gentest (PCR). So lässt sich der Erreger genauer bestimmen.

Welche Creme passt? Pilztyp und Form entscheiden

Statt einfach irgendein Mittel zu nehmen, lohnt sich ein Blick darauf, welcher Wirkstoff zu welchem Fall passt. Die wichtigsten Gruppen:

Wirkstoff oder Gruppe Wann besonders geeignet
Terbinafin (Allylamine) klassischer Fußpilz durch Fadenpilze; wirkt abtötend, oft sehr kurze Anwendung (zwischen den Zehen teils etwa 1 Woche)
Azole, zum Beispiel Clotrimazol, Miconazol, Bifonazol breites Spektrum, decken auch Hefepilze ab; meist etwa 2 bis 4 Wochen Anwendung
Ciclopirox breites Spektrum (Fadenpilze, Hefen, Schimmel), auch für feuchte Stellen geeignet

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Was die Wahl mitbestimmt: welcher Pilz wahrscheinlich ist und wie der Fußpilz aussieht. Klassischer Fußpilz zwischen den Zehen wird durch Fadenpilze verursacht, hier wirkt Terbinafin schnell und oft mit kurzer Anwendung. Ist auch ein Hefepilz möglich oder unklar, welcher Erreger vorliegt, ist ein Azol wie Clotrimazol mit breitem Spektrum eine gute Wahl. Auch die Form zählt: Cremes eignen sich für trockene, schuppige Haut, Gele, Sprays oder Puder eher für feuchte Stellen zwischen den Zehen. Wichtig: Sind auch die Nägel befallen, reicht eine Creme nicht, dann braucht der Nagelpilz eine eigene Behandlung.

Richtig anwenden und lange genug

Eine Creme wirkt nur, wenn man sie richtig und lange genug anwendet. Ein paar Punkte, die oft den Unterschied machen:

  • die Creme nicht nur auf die sichtbar betroffene Stelle auftragen, sondern auch etwas auf die umliegende, gesund wirkende Haut, dort sitzt der Pilz oft schon.
  • auch zwischen allen Zehen behandeln, nicht nur dort, wo es juckt.
  • die Behandlung über die gesamte empfohlene Dauer durchziehen, je nach Mittel oft noch ein bis zwei Wochen, nachdem die Beschwerden weg sind.
Der häufigste Fehler Viele hören auf, sobald der Juckreiz weg ist. Dann ist der Pilz aber oft noch nicht vollständig beseitigt, und der Fußpilz kommt zurück. Wende die Creme so lange an, wie empfohlen, auch wenn die Haut schon wieder gut aussieht.
Erinnerungen

Genau hier kommt der Fußpilz zurück: zu früh aufhören.

Die meisten hören auf, sobald es nicht mehr juckt. brite erinnert dich, die Creme bis zum Schluss anzuwenden, auch wenn die Haut längst wieder gut aussieht, und hält fest, wie es vorangeht. Damit deine Mühe nicht umsonst ist.

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Rückfall verhindern: Schuhe, Socken und Co.

Fußpilz kommt sehr häufig wieder. Mit konkreten Maßnahmen senkst du das Risiko deutlich, gerade rund um Schuhe und Socken:

  • Füße nach dem Waschen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen.
  • atmungsaktive Schuhe tragen und Schuhe nach dem Tragen auslüften und durchtrocknen lassen, idealerweise einen Tag pausieren, bevor du sie wieder anziehst.
  • Socken täglich wechseln, bei Schweißfüßen öfter, am besten aus atmungsaktivem Material. Socken und Handtücher heiß waschen (möglichst 60 Grad) oder einen Hygienespüler verwenden.
  • Schuhe gezielt desinfizieren, zum Beispiel mit einem Anti-Pilz-Spray oder -Puder.
  • in Schwimmbädern, Saunen, Gemeinschaftsduschen und Umkleiden Badeschuhe tragen, Handtücher und Schuhe nicht teilen.
  • einen bestehenden Nagelpilz mitbehandeln, sonst dient er als ständige Quelle für eine erneute Ansteckung.

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch (in der Hausarzt- oder Hautarztpraxis) ist sinnvoll, wenn der Fußpilz mit einer Creme nach einigen Wochen nicht besser wird, immer wiederkommt, sich ausbreitet oder wenn auch die Nägel betroffen sind. Dann kommen manchmal Tabletten oder eine gezieltere Behandlung infrage.

Besonders wichtig bei Diabetes und Durchblutungsstörungen Wenn du Diabetes, eine Immunschwäche oder Durchblutungsstörungen hast, solltest du Fußpilz nicht einfach selbst behandeln, sondern frühzeitig ärztlich abklären lassen, denn Fußinfektionen können dann ernster verlaufen. Suche zeitnah ärztliche Hilfe, wenn die Haut über kleine Risse hinaus stark gerötet, geschwollen, warm und schmerzhaft wird, wenn rote Streifen entstehen oder Fieber dazukommt. Das können Zeichen einer bakteriellen Infektion (Wundrose) sein, die rasch behandelt werden muss.

Die Behandlung durchhalten mit brite

Eine Fußpilzbehandlung scheitert oft am zu frühen Abbruch. brite hilft dir, die Creme konsequent anzuwenden und den Überblick zu behalten.

  • Anwendungs-Erinnerung: für die Creme, bis zum Ende der empfohlenen Dauer, auch wenn es nicht mehr juckt.
  • Verlauf im Blick: halte fest, wie sich die Haut entwickelt, hilfreich auch fürs Arztgespräch.
  • Wechselwirkungs-Check: falls Tabletten dazukommen, etwa bei zusätzlichem Nagelpilz.
  • Medikationsplan: alle Mittel an einem Ort, griffbereit für den nächsten Termin.
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Häufige Fragen

Das hängt von Erreger und Form ab. Bei klassischem Fußpilz zwischen den Zehen (Fadenpilze) wirkt Terbinafin schnell. Ein Azol wie Clotrimazol hat ein breiteres Spektrum und deckt auch Hefepilze ab. Bei feuchten Stellen eignen sich Gele, Sprays oder Puder.

So lange wie auf der Packung oder ärztlich empfohlen, oft noch ein bis zwei Wochen, nachdem die Beschwerden weg sind. Terbinafin reicht zwischen den Zehen teils etwa eine Woche, Azole brauchen meist 2 bis 4 Wochen.

Häufig, weil die Behandlung zu früh abgebrochen wurde, weil ein Nagelpilz als Quelle nicht mitbehandelt wird oder weil Schuhe und Socken den Pilz weitergeben. Konsequente Vorbeugung ist entscheidend.

In der Regel nicht. Unbehandelt bleibt Fußpilz meist bestehen, kann sich ausbreiten und auf die Nägel übergehen. Eine Behandlung ist sinnvoll.

Ja, wenn die Nägel befallen sind. Eine Fußpilzcreme erreicht den Nagel nicht ausreichend. Nagelpilz braucht eine eigene, längere Behandlung, oft mit Tabletten.

Füße trocken halten, besonders zwischen den Zehen, Socken täglich wechseln und heiß waschen, Schuhe auslüften und desinfizieren, in Schwimmbädern Badeschuhe tragen und Handtücher nicht teilen.

Ja. Die Pilze werden über Hautschuppen übertragen, zum Beispiel in Schwimmbädern, Duschen, Umkleiden oder über gemeinsame Handtücher und Schuhe.

Wenn der Fußpilz trotz Creme nicht besser wird, immer wiederkommt oder die Nägel befallen sind. Bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen und bei Zeichen einer bakteriellen Infektion (starke Rötung, Schwellung, Fieber) frühzeitig ärztlich abklären.

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Quellen

  1. DDG (Deutsche Dermatologische Gesellschaft) und Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft: S1-Leitlinie „Tinea der freien Haut“ (AWMF 013-002), umfasst die Tinea pedis. register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-002
  2. IQWiG / gesundheitsinformation.de: Fußpilz. gesundheitsinformation.de
  3. DDG / derma.de: Patienteninformationen zu Fußpilz. derma.de
  4. Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V.: Informationen zu Fußpilz. dha-allergien.de
  5. Hautärzte im Netz (BVDD): Informationen zu Fußpilz. hautaerzte-im-netz.de
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder einer Immunschwäche sowie bei Zeichen einer bakteriellen Infektion solltest du Fußpilz frühzeitig ärztlich abklären lassen. Stand: Juni 2026.