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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Nierensteine sind harte Ablagerungen, die sich aus Bestandteilen des Urins bilden, wenn dieser zu stark konzentriert ist. Sie entstehen in der Niere und können dort lange unbemerkt bleiben oder in den Harnleiter wandern. Dort blockieren sie den Harnabfluss und können sehr starke Schmerzen verursachen.
Nierensteine sind häufig: Etwa jeder zehnte Mensch entwickelt im Laufe des Lebens einen. Und sie kommen gern wieder, wenn man nichts dagegen tut. Genau deshalb lohnt sich eine gezielte Vorbeugung, die zur Steinart passt.
Vorbeugung und Medikamente im Blick behalten.
Ob vorbeugende Medikamente oder die Schmerztherapie beim Steinabgang: brite erinnert dich an die Einnahme, prüft Wechselwirkungen und führt deinen Medikationsplan fürs nächste Arztgespräch.
Kostenlos registrierenNierensteine machen nicht immer Beschwerden. Kleine Steine, die in der Niere bleiben, bleiben oft unbemerkt. Wandert ein Stein aber in den Harnleiter, kann es heftig werden. Mögliche Anzeichen:
Blockiert ein Stein den Harnleiter, kann das eine Nierenkolik auslösen: plötzliche, sehr starke, wellenartige Schmerzen in der Flanke, die bis in den Unterbauch und die Leiste ausstrahlen, oft mit Übelkeit. Typisch ist eine starke Unruhe, Betroffene finden keine bequeme Position.
Was im akuten Fall hilft:
Nierensteine bestehen nicht alle aus demselben Material. Welche Steinart vorliegt, ist entscheidend für die richtige Vorbeugung. Die wichtigsten sind:
Welche Art es ist, lässt sich erst sicher sagen, wenn der abgegangene oder entfernte Stein analysiert wird. Deshalb ist das so wichtig.
Bei Verdacht auf Nierensteine helfen:
Wie ein Stein behandelt wird, hängt von Größe, Lage und Beschwerden ab.
Nierensteine kommen oft wieder, bei bis zu jedem Zweiten innerhalb einiger Jahre. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbeugung lässt sich das Risiko deutlich senken. Wichtig ist, dass die Vorbeugung zur Steinart passt, denn ein pauschaler Rat hilft hier nur begrenzt.
Für alle Steinarten gilt dieselbe wichtigste Grundregel:
Darüber hinaus unterscheidet sich die Vorbeugung je nach Steinart:
| Steinart | Worauf es bei der Vorbeugung besonders ankommt |
|---|---|
| Calciumoxalat (am häufigsten) | oxalatreiche Lebensmittel maßvoll (z. B. Spinat, Rhabarber, Nüsse, Schokolade, schwarzer Tee), ausreichend Calcium zu den Mahlzeiten, weniger Salz und tierisches Eiweiß |
| Harnsäure (Urat) | den Urin alkalisieren (z. B. mit Citrat), purinreiche Kost reduzieren (rotes Fleisch, Innereien, Alkohol). Diese Steine lassen sich teils sogar medikamentös auflösen |
| Infektstein (Struvit) | Harnwegsinfekte konsequent behandeln und vorbeugen, den Stein möglichst vollständig entfernen lassen |
| Cystin (selten, erblich) | besonders viel trinken, den Urin alkalisieren, dazu spezielle Medikamente nach ärztlicher Vorgabe |
Tabelle seitlich scrollen →
Dranbleiben bei deiner persönlichen Vorbeugung.
Wenn du vorbeugende Medikamente nimmst (etwa Citrat oder ein Mittel gegen Harnsäure), erinnert dich brite zuverlässig, prüft Wechselwirkungen und hält deinen Plan fürs nächste Arztgespräch bereit.
Jetzt kostenlos startenBei starken Flankenschmerzen, die typisch für eine Nierenkolik sind, solltest du ärztlichen Rat suchen, um die Ursache zu klären und die Schmerzen zu behandeln. Besonders dringend ist es bei den oben genannten Warnzeichen, vor allem bei Fieber, unstillbarem Erbrechen oder nicht beherrschbaren Schmerzen.
Auch wenn du schon einmal einen Stein hattest, lohnt sich ein Termin, um die Steinart zu klären und eine passende Vorbeugung zu besprechen. So senkst du das Risiko, dass es wieder passiert.
Ob ein vorbeugendes Medikament oder die Schmerztherapie beim Steinabgang: brite hilft dir, an die Einnahme zu denken und den Überblick zu behalten.
An plötzlichen, sehr starken, wellenartigen Schmerzen in der Flanke, die in den Unterbauch und die Leiste ausstrahlen, oft mit Übelkeit und einer starken Unruhe. Häufig findet sich Blut im Urin.
Entzündungshemmende Schmerzmittel (zum Beispiel Diclofenac) oder Metamizol sind meist sehr wirksam und das Mittel der Wahl. Wärme kann zusätzlich entspannen. Bei Fieber solltest du sofort ärztliche Hilfe suchen.
Vor allem bei Fieber oder Schüttelfrost zusätzlich zu den Schmerzen, weil sich dann hinter dem Stein eine Infektion aufstauen kann. Auch bei unstillbarem Erbrechen oder nicht beherrschbaren Schmerzen. Dann den Notruf 112 wählen oder in die Notaufnahme fahren.
Kleine Steine unter etwa 5 bis 6 Millimetern gehen häufig von selbst ab. Viel trinken, Schmerzmittel und manchmal ein Medikament, das den Harnleiter weitet, unterstützen den Abgang.
Am wichtigsten ist, viel zu trinken, meist etwa 2,5 bis 3 Liter am Tag. Dazu kommen weniger Salz, maßvoll tierisches Eiweiß und eine an die Steinart angepasste Ernährung. Deshalb sollte der Stein analysiert werden.
Bei den häufigen Calciumoxalat-Steinen ist es ein verbreiteter Irrtum, Calcium streng zu meiden. Ausreichend Calcium zu den Mahlzeiten kann sogar helfen, weil es Oxalat im Darm bindet.
Das hängt von der Steinart ab. Bei Calciumoxalat sind es oxalatreiche Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, Nüsse und Schokolade, dazu viel Salz. Bei Harnsäuresteinen vor allem Fleisch, Innereien und Alkohol.
Vor allem Harnsäuresteine lassen sich teils medikamentös auflösen, indem man den Urin alkalisiert. Andere Steinarten lassen sich auf diesem Weg nicht auflösen und müssen abgehen oder entfernt werden.