Empagliflozin (Jardiance): Wirkung, dreifacher Nutzen und Risiken

Empagliflozin (Jardiance) schützt Herz, Niere und senkt den Blutzucker. Was der dreifache Nutzen bringt und warum Genitalpilz und Ketoazidose wichtige…

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Auf einen Blick

  • Empagliflozin ist ein SGLT2-Hemmer: Er scheidet Zucker über den Urin aus und senkt so den Blutzucker, unabhängig von Insulin.
  • Der Wirkstoff bietet einen dreifachen Nutzen bei Typ-2-Diabetes, chronischer Herzinsuffizienz und chronischer Nierenerkrankung.
  • Häufige Nebenwirkung sind Genital- und Harnwegsinfektionen, etwa Scheidenpilz, weil im Urin mehr Zucker steckt.
  • Eine seltene, aber gefährliche Nebenwirkung ist die Ketoazidose, die auch bei normalem Blutzucker auftreten kann.
  • Bei schwerer Krankheit, längerem Fasten oder vor Operationen muss das Mittel oft pausiert werden, nach ärztlicher Rücksprache.

Was ist Empagliflozin und wie wirkt es?

Empagliflozin gehört zur Wirkstoffgruppe der SGLT2-Hemmer, die manchmal auch Gliflozine genannt werden. Das Kürzel SGLT2 steht für ein Transportprotein in der Niere, das normalerweise dafür sorgt, dass Zucker aus dem Urin zurück ins Blut geholt wird. Empagliflozin blockiert dieses Protein gezielt. Die Folge: Mehr Zucker wird mit dem Urin ausgeschieden, und der Blutzuckerspiegel sinkt. Anders als viele andere Diabetesmittel wirkt Empagliflozin dabei vollkommen unabhängig von Insulin. Das ist ein wichtiger Vorteil, denn dadurch ist das Risiko für eine Unterzuckerung bei alleiniger Anwendung gering. Während Mittel, die die Insulinausschüttung anregen, den Blutzucker auch unter den Normalwert drücken können, greift Empagliflozin nur dann ein, wenn überhaupt Zucker im Filtrat der Niere vorhanden ist. Je höher der Blutzucker, desto mehr Zucker wird ausgeschieden, und bei normalen Werten lässt die Wirkung entsprechend nach. Dieser selbstregulierende Mechanismus erklärt, warum eine schwere Unterzuckerung unter dem Mittel allein selten ist.

Die Tablette wird in der Regel einmal täglich eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Üblich sind Stärken von 10 oder 25 Milligramm, wobei die genaue Dosis von der Erkrankung und der Nierenfunktion abhängt und immer ärztlich festgelegt wird. Wichtig zu wissen ist, dass die blutzuckersenkende Wirkung mit nachlassender Nierenfunktion schwächer wird, weil das Mittel über die Niere arbeitet. Der Schutz für Herz und Nieren bleibt jedoch auch dann erhalten, weshalb Empagliflozin heute weit über die reine Diabetesbehandlung hinaus eingesetzt wird. Konkrete Dosierungsangaben gehören in die ärztliche Hand, dieser Text ist keine Dosierungsempfehlung.

Mehr als ein Diabetesmittel

Empagliflozin wurde ursprünglich gegen Typ-2-Diabetes entwickelt. In großen Studien zeigte sich dann ein unerwarteter Zusatznutzen für Herz und Nieren. Heute wird der Wirkstoff deshalb auch bei Menschen ohne Diabetes verordnet, wenn eine Herzschwäche oder eine chronische Nierenerkrankung vorliegt. Wundere dich also nicht, wenn du das Mittel bekommst, obwohl du keinen Diabetes hast. Der Grund liegt im Schutz für Herz und Nieren.

Der dreifache Nutzen: Diabetes, Herz und Niere

Das Besondere an Empagliflozin ist sein Nutzen in gleich drei großen Krankheitsbereichen. Bei Typ-2-Diabetes hilft es, den Blutzucker zu senken, häufig zusätzlich zu anderen Mitteln wie Metformin. Bei der chronischen Herzinsuffizienz, also einer Herzschwäche, kann es das Risiko deutlich senken, wegen einer Verschlechterung ins Krankenhaus zu müssen. Und bei der chronischen Nierenerkrankung verlangsamt es das Fortschreiten des Nierenfunktionsverlusts. Dieser Dreifachnutzen wurde in großen Studien belegt und gilt auch für Menschen, die gar keinen Diabetes haben. Bei der Herzinsuffizienz zeigte sich der Vorteil vor allem in einer geringeren Zahl von Krankenhausaufenthalten wegen einer Verschlechterung der Herzschwäche, und das sowohl bei Patientinnen und Patienten mit als auch ohne Zuckerkrankheit. Bei der Nierenerkrankung verlangsamte das Mittel das Fortschreiten über ein breites Spektrum der Nierenfunktion hinweg. Gerade weil chronische Nierenerkrankungen lange ohne Beschwerden verlaufen, ist ein Mittel, das den Verlauf bremst, von großem Wert.

Verantwortlich für die Schutzwirkung auf Herz und Nieren ist nicht allein die Zuckersenkung. Empagliflozin entwässert den Körper leicht, entlastet so den Kreislauf und senkt den Druck in den Nieren. Hinzu kommen weitere günstige Effekte auf den Stoffwechsel des Herzmuskels, die noch erforscht werden. Wichtig ist das Gesamtbild: Herz, Nieren und Stoffwechsel sind eng miteinander verbunden, und ein Mittel, das in einem dieser Systeme positiv wirkt, kann auch die anderen entlasten. Genau das macht Empagliflozin für viele chronisch kranke Menschen so wertvoll, ersetzt aber nie die übrige leitliniengerechte Behandlung.

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Genital- und Harnwegsinfektionen: das unterschätzte Thema

Eine der häufigsten Nebenwirkungen von Empagliflozin wird in der Werbung gern verschwiegen, gehört aber zur ehrlichen Aufklärung dazu: Genital- und Harnwegsinfektionen. Der Grund liegt direkt im Wirkprinzip. Weil das Mittel Zucker über den Urin ausscheidet, entsteht im Genital- und Harnwegsbereich ein zuckerreiches, feuchtes Milieu, in dem sich Pilze und Bakterien besonders wohlfühlen. Bei Frauen äußert sich das oft als Scheidenpilz mit Juckreiz und Ausfluss, bei Männern als Entzündung der Eichel. Auch Harnwegsinfekte treten häufiger auf. Diese Nebenwirkung ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern eine direkte Folge der zuckerausscheidenden Wirkung des Mittels und betrifft deshalb grundsätzlich jeden, der es einnimmt. Menschen, die in der Vergangenheit schon zu solchen Infektionen geneigt haben, sind etwas stärker gefährdet und sollten besonders auf erste Anzeichen achten.

Die gute Nachricht: Diese Infektionen sind in aller Regel gut behandelbar und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Sorgfältige Intimhygiene und ausreichendes Trinken können vorbeugen. Treten Infektionen wiederholt auf, sollte das ärztlich besprochen werden, manchmal ist dann ein anderes Mittel sinnvoll. Wichtig ist, solche Beschwerden nicht aus Scham zu verschweigen, sondern offen anzusprechen, weil sie zur Behandlung dazugehören und sich gut in den Griff bekommen lassen.

Seltener Notfall: Fournier-Gangrän

In sehr seltenen Fällen kann sich aus einer Genitalinfektion eine schwere, schnell fortschreitende Entzündung im Dammbereich entwickeln, eine sogenannte Fournier-Gangrän. Warnzeichen sind starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und Druckempfindlichkeit im Bereich von Genitalien und After, oft begleitet von Fieber und einem schweren Krankheitsgefühl. Das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Wenn solche Beschwerden auftreten, wähle sofort den Notruf 112 oder suche umgehend eine Notaufnahme auf.

Ketoazidose: gefährlich trotz normalem Blutzucker

Die zweite wichtige Warnung betrifft die diabetische Ketoazidose, eine gefährliche Übersäuerung des Blutes. Normalerweise tritt sie bei stark erhöhtem Blutzucker auf. Das Tückische bei SGLT2-Hemmern wie Empagliflozin ist, dass sie auch bei normalem oder nur leicht erhöhtem Blutzucker entstehen kann. Fachleute sprechen dann von einer euglykämischen Ketoazidose. Weil der Blutzuckerwert dabei unauffällig wirkt, wird die Gefahr leicht übersehen, von Betroffenen wie von Behandelnden. Genau deshalb ist es so wichtig, die Warnzeichen zu kennen.

Zu den Warnzeichen einer Ketoazidose gehören Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, eine schnelle und tiefe Atmung, übermäßiger Durst, Verwirrtheit und ungewöhnliche Erschöpfung. Manchmal riecht die Atemluft fruchtig nach Aceton. Auslöser sind oft Belastungssituationen wie schwere Infektionen, längeres Fasten, eine sehr kohlenhydratarme Ernährung, starke Flüssigkeitsverluste, Alkohol oder Operationen. Treten solche Symptome auf, ist das ein Notfall, der sofort ärztlich abgeklärt werden muss. Das Mittel sollte dann nicht weiter eingenommen werden, bis die Lage geklärt ist. Hilfreich ist es, im Hinterkopf zu behalten, dass ein normaler Blutzuckerwert in dieser Situation kein Grund zur Entwarnung ist, weil die Übersäuerung gerade unter SGLT2-Hemmern auch ohne hohen Zucker bestehen kann. Wer von dieser Besonderheit weiß, kann im Ernstfall schneller die richtige Entscheidung treffen und sollte das Behandlungsteam ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein SGLT2-Hemmer eingenommen wird.

Krankheitstag-Regeln: wann pausieren?

Bei schwerer akuter Krankheit mit Fieber, Erbrechen oder Durchfall, bei längerem Fasten, bei starken Flüssigkeitsverlusten und vor geplanten Operationen sollte Empagliflozin nach ärztlicher Rücksprache pausiert werden, weil dann das Risiko einer Ketoazidose steigt. Vor planbaren Eingriffen wird es oft einige Tage vorher abgesetzt. Besprich diese sogenannten Sick-Day-Regeln mit deiner ärztlichen Praxis, bevor ein solcher Fall eintritt. Setze das Mittel aber nicht ohne Absprache dauerhaft ab, weil sonst der Schutz für Herz und Nieren wegfällt.

Thema Das Wichtigste in Kürze
Wirkstoffgruppe SGLT2-Hemmer, scheidet Zucker über den Urin aus
Anwendung Typ-2-Diabetes, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankung
Häufige Nebenwirkung Genital- und Harnwegsinfektionen, etwa Scheidenpilz
Seltene Gefahr Ketoazidose, auch bei normalem Blutzucker möglich
Pausieren Bei schwerer Krankheit, Fasten, vor Operationen

Weitere Nebenwirkungen und wichtige Hinweise

Neben den Infektionen und der seltenen Ketoazidose gibt es weitere Punkte, die man kennen sollte. Weil Empagliflozin den Körper leicht entwässert, kann es zu Flüssigkeitsmangel kommen, der sich durch Schwindel, niedrigen Blutdruck und vermehrten Durst bemerkbar macht. Besonders ältere Menschen und Personen, die zusätzlich entwässernde Mittel einnehmen, sind hier gefährdet. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken, vor allem an heißen Tagen oder bei Magen-Darm-Infekten. Eine Unterzuckerung ist bei alleiniger Anwendung selten, kann aber in Kombination mit Insulin oder bestimmten anderen Diabetesmitteln auftreten. In solchen Fällen wird die Dosis dieser zusätzlichen Mittel manchmal angepasst, um das Risiko zu senken. Es lohnt sich, die Anzeichen einer Unterzuckerung wie Zittern, Schwitzen, Heißhunger und Konzentrationsschwäche zu kennen, damit man rechtzeitig gegensteuern kann.

Ein häufiger angenehmer Nebeneffekt ist eine leichte Gewichtsabnahme von meist ein bis zwei Kilogramm, weil mit dem Zucker auch Kalorien ausgeschieden werden. Das ist jedoch kein Grund, das Mittel als Abnehmhilfe zu verwenden, dafür ist es nicht gedacht und nicht zugelassen. Ebenfalls wichtig: Empagliflozin sollte nicht eigenmächtig dauerhaft abgesetzt werden, weil dann die schützende Wirkung verloren geht und sich die Grunderkrankung verschlechtern kann. Ein klassisches Entzugssyndrom gibt es zwar nicht, aber die zugrunde liegende Erkrankung braucht eine durchgehende Behandlung. Wer Bedenken oder Nebenwirkungen hat, sollte das Mittel deshalb nicht einfach weglassen, sondern das Gespräch mit der ärztlichen Praxis suchen, die gemeinsam mit dir über das weitere Vorgehen entscheidet.

Auf ausreichendes Trinken achten

Weil Empagliflozin entwässert, ist es wichtig, genug zu trinken, besonders an heißen Tagen, bei körperlicher Anstrengung oder bei Magen-Darm-Infekten mit Erbrechen oder Durchfall. Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind Schwindel beim Aufstehen, Müdigkeit und ein trockener Mund. Wenn du zusätzlich entwässernde Mittel nimmst oder älter bist, ist besondere Vorsicht geboten. Sprich mit deiner ärztlichen Praxis, wie viel Flüssigkeit in deiner Situation sinnvoll ist.

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Unterm Strich ist Empagliflozin ein bemerkenswertes Medikament, das bei Typ-2-Diabetes, Herzschwäche und Nierenerkrankung gleich dreifach nützen kann und für viele chronisch kranke Menschen einen echten Fortschritt bedeutet. Ehrliche Aufklärung gehört aber dazu: Die häufigen Genital- und Harnwegsinfektionen und die seltene, aber gefährliche Ketoazidose sollten bekannt sein, damit man Warnzeichen früh erkennt und richtig reagiert. Werbung und Produktinformationen stellen verständlicherweise den Nutzen in den Vordergrund, doch ein vollständiges Bild entsteht erst, wenn auch die Schattenseiten klar benannt werden. Genau dieses vollständige Bild ist die Grundlage dafür, dass man dem Mittel vertrauen und es zugleich aufmerksam begleiten kann. Bei Diabetes Typ 2, einer Herzinsuffizienz oder einer chronischen Nierenerkrankung ist Empagliflozin oft ein wichtiger Baustein, der seine Stärke im Zusammenspiel mit der übrigen Behandlung entfaltet. Wer Nutzen und Risiken kennt, kann das Mittel informiert und sicher nutzen.

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Häufige Fragen zu Empagliflozin (Jardiance)

Empagliflozin, meist unter dem Handelsnamen Jardiance verordnet, gehört zu den SGLT2-Hemmern. Es blockiert in der Niere ein Transportprotein, das Zucker aus dem Urin zurück ins Blut holt. Dadurch wird mehr Zucker ausgeschieden und der Blutzucker sinkt. Die Wirkung ist insulinunabhängig, weshalb das Risiko einer Unterzuckerung bei alleiniger Anwendung gering ist. Zusätzlich entlastet das Mittel Herz und Nieren.
In den Zulassungsstudien zeigte sich überraschend, dass Empagliflozin nicht nur den Blutzucker senkt, sondern auch Herz und Nieren schützt. Es entwässert leicht, entlastet den Kreislauf und verlangsamt das Fortschreiten einer Nierenschwäche. Bei Herzschwäche senkt es das Risiko für Krankenhausaufenthalte. Diese Wirkung besteht auch ohne Diabetes.
Empagliflozin ist für drei Anwendungsgebiete zugelassen: Typ-2-Diabetes, chronische Herzinsuffizienz und chronische Nierenerkrankung. Bei Diabetes senkt es den Blutzucker, oft zusätzlich zu Metformin. Bei Herz- und Nierenerkrankung wird es auch ohne Diabetes verordnet. Dosis und Kombination legt die ärztliche Praxis fest.
Weil Empagliflozin Zucker über den Urin ausscheidet, entsteht im Genitalbereich ein zuckerreiches, feuchtes Milieu, in dem sich Pilze leichter vermehren. Genital- und Harnwegsinfektionen wie Scheidenpilz oder eine Eichelentzündung gehören deshalb zu den häufigeren Nebenwirkungen. Sie sind meist gut behandelbar. Hygiene und ausreichendes Trinken beugen vor.
Eine Ketoazidose ist eine gefährliche Übersäuerung des Blutes, die normalerweise mit stark erhöhtem Blutzucker einhergeht. Unter SGLT2-Hemmern kann sie auch bei normalem Blutzucker auftreten, was sie tückisch macht. Sie ist selten, aber ein Notfall. Warnzeichen sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, schnelle tiefe Atmung und ungewöhnliche Erschöpfung.
Bei schwerer akuter Krankheit mit Fieber, Erbrechen oder Durchfall, bei längerem Fasten, bei starken Flüssigkeitsverlusten und vor Operationen sollte das Mittel nach ärztlicher Rücksprache pausiert werden, weil dann das Ketoazidose-Risiko steigt. Vor planbaren Eingriffen wird es oft einige Tage vorher abgesetzt. Besprich diese Regeln vorab mit deiner ärztlichen Praxis.
Durch die entwässernde Wirkung kann es zu Flüssigkeitsmangel mit Schwindel, niedrigem Blutdruck und Durst kommen. Besonders ältere Menschen und Personen mit zusätzlichen entwässernden Mitteln sind gefährdet. Eine Unterzuckerung ist bei alleiniger Anwendung selten, kann aber mit Insulin oder bestimmten Diabetesmitteln auftreten. Auf ausreichendes Trinken ist zu achten.
Weil mit dem Urin Zucker und damit Kalorien ausgeschieden werden, kommt es oft zu einer leichten Gewichtsabnahme von etwa ein bis zwei Kilogramm. Das ist ein Nebeneffekt, keine Indikation. Empagliflozin ist kein Abnehmmittel und sollte niemals dazu verwendet werden. Die Behandlung richtet sich nach Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankung.
Nein, Empagliflozin sollte nicht eigenmächtig dauerhaft abgesetzt werden, weil dann der Schutz für Herz und Nieren wegfällt und der Blutzucker steigen kann. Ein klassisches Entzugssyndrom gibt es nicht, aber die Grunderkrankung kann sich verschlechtern. Eine vorübergehende Pause bei Krankheit oder vor Operationen ist davon zu unterscheiden und immer ärztlich abzusprechen.

Quellen

  • Gelbe Liste: Empagliflozin, Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen
  • DocCheck Flexikon: Empagliflozin und SGLT-2-Inhibitor
  • AMBOSS: SGLT2-Inhibitoren, Nebenwirkungen und euglykämische Ketoazidose
  • Pharmazeutische Zeitung / AkdÄ: Empagliflozin bei Herzinsuffizienz (EMPEROR)
  • MMW / Springer Medizin: Empagliflozin bei chronischer Nierenerkrankung (EMPA-KIDNEY)
  • Deutsches Ärzteblatt / EMA: Warnzeichen einer atypischen Ketoazidose unter SGLT2-Hemmern
  • Sick-Day-Regeln (SGED-SSED) und diabetologie-online: Genitalinfektionen unter SGLT2-Hemmern

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Er enthält keine Dosierungsempfehlung. Nimm Empagliflozin nur nach ärztlicher Verordnung ein, pausiere oder beende es nicht eigenmächtig und besprich Warnzeichen und Krankheitstag-Regeln mit deiner ärztlichen Praxis oder Apotheke.