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Sarah K., 34
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Naproxen ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (NSAR) mit langer Wirkdauer und dem günstigsten Herz-Kreislauf-Profil seiner Gruppe. Es hilft bei Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen – wenn es kurz, niedrig dosiert und magenschonend eingenommen wird.
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Naproxen ist ein starkes Schmerzmittel, aber kein Dauermedikament. Nimm es so kurz und so niedrig dosiert wie möglich und niemals zusammen mit anderen entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR). Naproxen (Handelsname Dolormin® bzw. Aleve) ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika). Es wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend – und hat unter den NSAR eine besonders lange Wirkdauer, sodass meist zwei Einnahmen pro Tag genügen.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Naproxen |
| Handelsname | Dolormin® (auch Aleve) |
| ATC-Code | M01AE02 |
| Wirkstoffklasse | NSAR – nichtsteroidales Antirheumatikum |
| Darreichung | Tabletten 200, 250, 500 mg |
| Einnahme | Meist 2× täglich, zum oder nach dem Essen |
| Standarddosis | 250–500 mg 1–2×/Tag (max. 1.250 mg/Tag ärztlich) |
| Rezeptpflicht | Kleine Packungen rezeptfrei, höhere Dosen verschreibungspflichtig |
| Besonderheit | Günstigstes Herz-Kreislauf-Profil unter den NSAR |
Bei Schmerz und Entzündung bildet der Körper Botenstoffe namens Prostaglandine. Sie machen Nervenenden empfindlicher, treiben die Entzündung an und lösen Fieber aus. Naproxen blockiert die Enzyme (COX-1 und COX-2), die für die Prostaglandin-Bildung zuständig sind – dadurch lassen Schmerz, Schwellung und Entzündung nach.
Das macht Naproxen besonders nützlich bei entzündlich-schmerzhaften Beschwerden: bei Arthrose, bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie bei Rückenschmerzen. Weil es über viele Stunden im Körper wirkt, hält die schmerzlindernde Wirkung länger an als bei kurz wirksamen NSAR – ein Alltagsvorteil, wenn du nachts oder über den Tag durchgehend Ruhe brauchst.
Zur Selbstbehandlung liegt die Dosis meist bei 250–500 mg ein- bis zweimal täglich, immer zum oder nach dem Essen, um den Magen zu schonen. Die genaue Dosis richtet sich nach Beschwerden, Alter und Nierenfunktion – höhere Dosen gehören in ärztliche Hand.
| Situation | Dosis |
|---|---|
| Leichte bis mäßige Schmerzen (Selbstmedikation) | 250 mg alle 8–12 Std. |
| Stärkere Schmerzen / Entzündung | 500 mg 2×/Tag (ärztlich) |
| Ältere Menschen / eingeschränkte Niere | Niedrigste wirksame Dosis |
| Tageshöchstmenge | Max. 1.250 mg (nur ärztlich) |
Eine vergessene Dosis wird nachgeholt, sobald es auffällt – steht die nächste Einnahme aber schon fast an, lass die vergessene aus und nimm niemals die doppelte Menge. Welches NSAR bei welchen Beschwerden passt, ordnet der Ratgeber Schmerzmittel im Vergleich ein.
brite erinnert dich an deine Naproxen-Einnahme und warnt bei riskanten Kombinationen.
Naproxen gehört zusammen mit Ibuprofen und Diclofenac zu den am häufigsten genutzten NSAR. Der wichtigste Unterschied für den Alltag: Naproxen wirkt länger und muss seltener eingenommen werden – und gilt beim Herz-Kreislauf-Risiko als das schonendste dieser drei.
| Eigenschaft | Naproxen | Ibuprofen | Diclofenac |
|---|---|---|---|
| Einnahme | 1–2× täglich | 3–4× täglich | 2–3× täglich |
| Wirkdauer | Lang | Kurz | Mittel |
| Herz-Kreislauf-Risiko | Am günstigsten | Niedrig–mittel | Am höchsten |
| Magen-Darm-Risiko | Erhöht | Mittel | Erhöht |
| Typischer Einsatz | Länger anhaltende Gelenk-/Rückenschmerzen | Akute Schmerzen, Fieber | Gelenk- & Entzündungsschmerz |
Wer wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem Risiko ein NSAR braucht, bekommt deshalb oft eher Naproxen als Diclofenac oder Ibuprofen. Welches Mittel passt, hängt von Vorerkrankungen, Magen- und Nierenzustand ab – die Wahl trifft die Ärztin oder der Arzt individuell.
Wie alle NSAR belastet Naproxen vor allem Magen, Nieren und Herz-Kreislauf-System. Kurzfristig und niedrig dosiert wird es meist gut vertragen, mit Dauer und Dosis steigen die Risiken.
| Nebenwirkung | Häufigkeit | Was tun? |
|---|---|---|
| Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit | Häufig | Zum Essen einnehmen; bei Beschwerden Magenschutz besprechen |
| Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit | Gelegentlich | Beobachten; bei Anhalten ärztlich klären |
| Wassereinlagerungen, steigender Blutdruck | Gelegentlich | Blutdruck kontrollieren lassen |
| Magen-Darm-Blutung oder -Geschwür | Selten | Notfall – sofort 112 |
Naproxen hat einige bedeutsame Wechselwirkungen. Prüfe Kombinationen vorab im Wechselwirkungs-Check.
| Stoff / Medikament | Wechselwirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Andere NSAR (Ibuprofen, Diclofenac, ASS) | Stark erhöhtes Magen-Darm-Blutungsrisiko | Nicht kombinieren |
| Blutverdünner (DOAK, Phenprocoumon) | Erhöhtes Blutungsrisiko | Nur ärztlich; Magenschutz erwägen |
| Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Diuretika) | Wirkung geschwächt, Nierenbelastung | Blutdruck & Nierenwerte kontrollieren |
| Kortison, SSRI-Antidepressiva | Zusätzliches Magen-Darm-Blutungsrisiko | Magenschutz mit Pantoprazol besprechen |
Bei erhöhtem Risiko für Magen-Darm-Beschwerden – etwa ab 65 Jahren, bei früherem Magengeschwür oder gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern, Kortison oder bestimmten Antidepressiva – wird Naproxen mit einem Magenschutz kombiniert. Üblich ist ein Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol, der die Magensäure senkt und Geschwüren vorbeugt.
Naproxen kann außerdem Wasser einlagern, den Blutdruck erhöhen und die Nieren belasten. Vorsicht ist geboten bei bestehender Herzschwäche, Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion. Trink ausreichend, achte auf geschwollene Beine oder deutlich steigenden Blutdruck und lass bei längerer Anwendung die Nierenwerte kontrollieren. In der Schwangerschaft – besonders im letzten Drittel – ist Naproxen nicht geeignet.
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