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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit. Dabei nutzt sich der Gelenkknorpel ab, der die Knochenenden überzieht und im Gelenk als Stoßdämpfer wirkt. Wird der Knorpel dünner, reiben die Knochen stärker aneinander. Die Folge sind Schmerzen, Steifheit und mit der Zeit eine eingeschränkte Beweglichkeit.
Anders als bei einer reinen Entzündung (Arthritis) steht bei der Arthrose der Verschleiß im Vordergrund. Beides kann sich aber überlagern: Ein gereiztes Gelenk mit Entzündungszeichen nennt man aktivierte Arthrose. Wichtig zu wissen: Viele Menschen haben im Röntgenbild Verschleißzeichen, ohne Beschwerden zu spüren. Umgekehrt sagt das Ausmaß im Bild nicht immer etwas über die Stärke der Schmerzen aus.
Arthrose im Alltag? Behalte Schmerzen und Medikamente im Griff.
brite erinnert dich an deine Schmerzmittel, prüft Wechselwirkungen und führt deinen Medikationsplan, damit du dich auf Bewegung konzentrierst statt auf den Papierkram.
Kostenlos registrierenArthrose entsteht meist aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine Rolle spielen vor allem:
Typisch für die Arthrose ist ein bestimmtes Schmerzmuster, das sie von anderen Gelenkbeschwerden unterscheidet:
In fortgeschrittenen Stadien können die Schmerzen auch in Ruhe oder nachts auftreten. Mehr zum Thema findest du auf der Seite Gelenkschmerzen.
Dieser kurze Selbstcheck ersetzt keine Diagnose, hilft dir aber einzuschätzen, ob deine Beschwerden zu einer Arthrose passen. Je mehr Punkte zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es.
Arthrose kann fast jedes Gelenk treffen, aber einige besonders häufig. Das betroffene Gelenk bestimmt mit, welche Beschwerden im Vordergrund stehen und welche Behandlung am meisten bringt.
Die häufigste Form. Typisch sind Schmerzen beim Treppensteigen, beim Bergabgehen und beim Aufstehen aus der Hocke. Besonders wirksam sind hier Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur und, bei Übergewicht, eine Gewichtsreduktion. Mehr dazu: Knieschmerzen.
Der Schmerz sitzt oft in der Leiste oder im Oberschenkel und kann bis ins Knie ausstrahlen. Früh fällt auf, dass sich das Bein schlechter nach innen drehen lässt. Bewegungstherapie und gelenkschonende Ausdauer helfen, die Beweglichkeit zu erhalten.
Betroffen sind oft die Fingerend- und Mittelgelenke sowie das Daumensattelgelenk (Rhizarthrose). Es können sich knöcherne Verdickungen bilden. Hier helfen vor allem lokale Schmerzgele, Handübungen und bei Bedarf Schienen.
Auch die Wirbelsäule ist häufig betroffen (Spondylarthrose), wenn sich die kleinen Wirbelgelenke abnutzen. Das kann zu Rücken- und Nackenschmerzen führen.
Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt meist aus dem typischen Beschwerdebild, der körperlichen Untersuchung und einem Röntgenbild. Im Röntgen zeigen sich Zeichen wie ein verschmälerter Gelenkspalt, knöcherne Anbauten (Osteophyten) und ein verdichteter Knochen unter dem Knorpel.
Eine wichtige Einordnung: Das Ausmaß im Röntgen und die Stärke der Beschwerden passen nicht immer zusammen. Bluttests gehören nicht zur Arthrose-Diagnose selbst, helfen aber, andere Ursachen wie eine rheumatoide Arthritis oder Gicht auszuschließen.
Arthrose lässt sich nicht heilen, aber gut behandeln. Ziel ist, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten zu verlangsamen. Die Behandlung folgt einem Stufenprinzip und beginnt immer mit den Grundlagen:
Welche Bausteine im Vordergrund stehen, hängt vom betroffenen Gelenk, vom Stadium und von deinen persönlichen Risiken ab.
Bei den Medikamenten gilt: so gezielt und so niedrig dosiert wie möglich. Statt pauschal zur Tablette zu greifen, geht man am besten stufenweise vor.
| Stufe | Was | Wann sinnvoll | Wichtig zu wissen |
|---|---|---|---|
| 1 | Lokale NSAR als Gel (z. B. Diclofenac, Ibuprofen) | Erste Wahl bei Knie- und Handarthrose | Nur wenig Wirkstoff gelangt in den Körper, daher meist gut verträglich |
| 2 | Orale NSAR als Tablette (z. B. Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac) | Bei stärkeren Schmerzen oder mehreren Gelenken | Niedrigste wirksame Dosis, kürzeste Zeit; bei Magenrisiko mit Magenschutz (PPI) |
| 3 | Kortison-Spritze ins Gelenk | Bei akuten, starken Schmerzphasen | Wirkt einige Wochen, nur begrenzt wiederholen, keine Dauerlösung |
| 4 | Weitere Optionen (z. B. Duloxetin, Capsaicin-Creme) | Bei chronischen Schmerzen oder wenn NSAR nicht infrage kommen | Reserveoptionen, die individuell abgewogen werden |
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Einige bekannte Mittel werden oft eingesetzt, obwohl ihr Nutzen bei Arthrose gering oder nicht belegt ist:
Bewegung ist bei Arthrose nicht nur erlaubt, sondern eine der wirksamsten Maßnahmen überhaupt. Entscheidend ist, dass es die richtige Bewegung ist. Pauschale Ratschläge wie einfach mehr laufen greifen zu kurz. Worauf es ankommt:
Besonders wirksam ist die Kombination aus Bewegung und Gewichtsreduktion. Schon 5 bis 10 Prozent weniger Körpergewicht können die Schmerzen im Knie deutlich verringern, denn bei jedem Schritt lastet ein Mehrfaches des Körpergewichts auf dem Gelenk.
NSAR, Gel oder Spritze: behalte den Überblick.
brite erinnert dich an jede Einnahme, warnt vor Wechselwirkungen (zum Beispiel zwischen verschiedenen Schmerzmitteln) und hält deinen Plan fürs nächste Arztgespräch bereit.
Jetzt kostenlos startenWenn die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind und die Schmerzen die Lebensqualität stark einschränken, kann ein künstliches Gelenk (Endoprothese) sinnvoll sein, vor allem an Knie und Hüfte. Der Eingriff ersetzt die verschlissenen Gelenkflächen, lindert die Schmerzen oft deutlich und verbessert die Beweglichkeit.
Eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) mit Knorpelglättung wird bei reiner Kniearthrose dagegen nicht empfohlen, weil sie keinen belegten Nutzen bringt.
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Beschwerden dich einschränken. Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht. In folgenden Situationen solltest du ärztlichen Rat einholen:
Ob Schmerzgel, Tabletten oder Spritzen-Termine: brite hilft dir, den Überblick über deine Medikamente und Beschwerden zu behalten.
Nein, der verlorene Knorpel lässt sich nicht zurückbilden. Die gute Nachricht: Die Beschwerden lassen sich oft gut behandeln, und mit Bewegung, Gewichtsreduktion und der richtigen Therapie kann man das Fortschreiten verlangsamen.
Arthrose ist ein Verschleiß des Gelenkknorpels. Arthritis bezeichnet eine Entzündung im Gelenk, zum Beispiel die rheumatoide Arthritis. Beides kann zusammen auftreten: Eine entzündlich gereizte Arthrose nennt man aktivierte Arthrose.
Bei Knie und Hand sind lokale NSAR als Gel die erste Wahl. Reicht das nicht, kommen NSAR als Tablette (zum Beispiel Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac) niedrig dosiert und für kurze Zeit infrage. Paracetamol allein wirkt bei Arthrose kaum.
Gezielte Bewegung hilft. Sie stärkt die Muskeln rund um das Gelenk, hält es beweglich und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Wichtig ist die Wahl gelenkschonender Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen oder gezieltes Krafttraining.
Für diese Nahrungsergänzungsmittel gibt es keinen überzeugenden Wirknachweis. Die aktuellen Leitlinien empfehlen sie zur Behandlung der Arthrose nicht.
Ein künstliches Gelenk kommt infrage, wenn die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind und die Schmerzen sowie die eingeschränkte Beweglichkeit die Lebensqualität stark mindern. Am häufigsten betrifft das Knie und Hüfte.
Besonders häufig sind Knie (Gonarthrose), Hüfte (Coxarthrose) und die Hände betroffen. Auch die kleinen Gelenke der Wirbelsäule können verschleißen.
Hilfreich sind ein normales Körpergewicht, regelmäßige gelenkschonende Bewegung und kräftige Muskeln. Gelenkverletzungen sollten gut behandelt und einseitige Überlastungen vermieden werden.