Grippe-Symptome:
echte Influenza erkennen, behandeln und impfen

Auf einen Blick

Was ist das? Eine ansteckende Atemwegserkrankung durch Grippeviren.
Nicht zu verwechseln mit Einer Erkältung, die meist deutlich milder verläuft.
Typisch Plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, Gliederschmerzen und starker Erschöpfung.
Beste Vorbeugung Die jährliche Grippeimpfung, am besten von Oktober bis Mitte Dezember.
Behandlung Meist nur die Symptome lindern; antivirale Mittel wirken nur früh.
ICD-10 J11 (Influenza / Grippe)

Was ist die Grippe (Influenza)?

Die Grippe (Influenza) ist eine ansteckende Erkrankung der Atemwege, die durch Grippeviren (Influenzaviren) ausgelöst wird. Sie tritt vor allem im Winter in Wellen auf, der sogenannten Grippewelle, die in Deutschland meist zwischen Dezember und April verläuft und oft im Januar und Februar ihren Höhepunkt hat.

Wichtig: Die echte Grippe ist nicht dasselbe wie eine Erkältung (ein grippaler Infekt). Sie verläuft oft deutlich schwerer und kann ernste Komplikationen verursachen, vor allem bei älteren Menschen, chronisch Kranken, Schwangeren und sehr kleinen Kindern. Übertragen wird sie vor allem über Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen sowie über die Hände.

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Medikamente und Impftermine im Blick behalten.

Eine Grippe legt einen oft für ein bis zwei Wochen flach. brite hilft dir, deine Medikamente im Blick zu behalten, prüft Wechselwirkungen und erinnert dich, wenn es Zeit für die jährliche Grippeimpfung ist.

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Grippe-Symptome: typisch und plötzlich

Anders als eine Erkältung beginnt die echte Grippe meist plötzlich, oft innerhalb weniger Stunden. Typische Grippe-Symptome sind:

  • hohes Fieber, oft mit Schüttelfrost. Mehr dazu: Fieber.
  • starke Kopf- und Gliederschmerzen.
  • ausgeprägte Müdigkeit und Schwäche, die oft über Wochen anhalten können.
  • trockener Husten und Halsschmerzen.
  • manchmal Schnupfen, bei Kindern auch Übelkeit oder Erbrechen.

Die meisten gesunden Menschen erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen, die Hauptbeschwerden lassen oft nach fünf bis sieben Tagen nach. Husten und Müdigkeit können aber noch länger bleiben.

Grippe oder Erkältung? Die Abgrenzung

Im Alltag werden Grippe und Erkältung oft verwechselt, dabei sind es unterschiedliche Erkrankungen mit unterschiedlichen Erregern. Diese Tabelle hilft bei der Einordnung:

Echte Grippe (Influenza) Erkältung (grippaler Infekt)
Beginn meist plötzlich, innerhalb von Stunden eher langsam, über Tage
Fieber oft hoch (über 38,5 Grad), mit Schüttelfrost leicht oder gar kein Fieber
Gliederschmerzen oft stark leicht oder keine
Erschöpfung ausgeprägt, oft über Wochen eher mild
Schnupfen und Niesen weniger im Vordergrund typisch und ausgeprägt
Husten oft trocken und quälend meist leicht
Gesamteindruck man fühlt sich richtig krank angeschlagen, aber meist funktionsfähig

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Die Übergänge sind fließend, und sicher unterscheiden lässt sich beides nicht immer. Auch andere Atemwegsviren wie das Coronavirus können ähnliche Beschwerden machen, hier hilft im Zweifel ein Test. Mehr zum Thema: Atemwegsinfektionen.

Behandlung und das antivirale Zeitfenster

Bei den meisten gesunden Menschen heilt eine Grippe von allein aus. Im Mittelpunkt steht, den Körper zu unterstützen:

  • Ruhe, Schlaf und viel trinken.
  • fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel (zum Beispiel mit Paracetamol oder Ibuprofen) gegen Fieber und Gliederschmerzen.
  • zu Hause bleiben, um sich auszukurieren und andere nicht anzustecken.

Antivirale Medikamente und das Zeitfenster. Gegen die Grippeviren selbst gibt es antivirale Medikamente (zum Beispiel Oseltamivir). Sie wirken aber nur, wenn sie früh begonnen werden, idealerweise innerhalb von etwa 48 Stunden nach Beginn der Beschwerden. Danach lässt der Nutzen stark nach. Sie verkürzen die Erkrankung meist nur um etwa einen Tag und sind nicht für jeden nötig, sinnvoll sind sie vor allem für Risikogruppen und bei schweren Verläufen. Ob ein solches Mittel infrage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Deshalb lohnt es sich, bei erhöhtem Risiko früh Kontakt aufzunehmen.

Antibiotika helfen gegen die Grippe nicht, da sie von Viren ausgelöst wird. Sie kommen nur infrage, wenn zusätzlich eine bakterielle Komplikation auftritt, zum Beispiel eine Lungenentzündung.

Die Grippeimpfung: wer und wann

Die wichtigste Vorbeugung ist die jährliche Grippeimpfung. Sie muss jedes Jahr neu erfolgen, weil sich die Viren verändern und der Schutz nachlässt.

Wer sollte sich impfen lassen? Empfohlen wird die Impfung unter anderem für:

  • Menschen ab 60 Jahren (für sie gibt es einen speziellen, wirkungsverstärkten Hochdosis-Impfstoff).
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen (zum Beispiel an Herz, Lunge, Niere oder mit Diabetes), in jedem Alter.
  • Schwangere (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhtem Risiko früher).
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal von Pflegeeinrichtungen, medizinisches Personal und Menschen, die enge Kontaktpersonen von Risikogruppen sind.

Wer nicht zu diesen Gruppen gehört, kann sich ebenfalls impfen lassen, am besten nach Rücksprache zur Kostenübernahme.

Wann ist der beste Zeitpunkt? Idealerweise von Oktober bis Mitte Dezember, also vor der Grippewelle. Der Schutz baut sich über etwa zehn bis vierzehn Tage auf. Auch eine spätere Impfung kann sich noch lohnen, solange die Welle noch nicht vorbei ist. Mehr dazu: Impfungen.

Impf-Erinnerung

Jede Saison rechtzeitig an die Grippeimpfung denken.

Die Grippeimpfung wirkt nur, wenn sie rechtzeitig erfolgt, und sie muss jedes Jahr neu gemacht werden. brite kann dich jede Saison rechtzeitig erinnern und sammelt deine Impfungen und Medikamente an einem Ort.

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Ansteckung vermeiden

Neben der Impfung helfen einfache Maßnahmen, eine Ansteckung zu vermeiden:

  • regelmäßig und gründlich die Hände waschen.
  • in die Armbeuge husten und niesen und Abstand zu Erkrankten halten.
  • in der Grippesaison Innenräume regelmäßig lüften.
  • bei eigenen Symptomen zu Hause bleiben und enge Kontakte meiden.

Wann zum Arzt?

Geh frühzeitig zur Ärztin oder zum Arzt, wenn du zu einer Risikogruppe gehörst (zum Beispiel ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere) und Grippesymptome hast, denn dann kann ein antivirales Medikament sinnvoll sein und das Zeitfenster ist kurz. Auch wenn die Beschwerden nach etwa einer Woche nicht besser werden oder sich verschlechtern, solltest du dich vorstellen.

Diese Warnzeichen sofort abklären Hol rasch ärztliche Hilfe oder wähle den Notruf 112 bei Atemnot oder Kurzatmigkeit, Schmerzen oder Druck in der Brust, bläulichen Lippen, Verwirrtheit oder wenn es dir nach einer ersten Besserung plötzlich deutlich schlechter geht (das kann auf eine zusätzliche bakterielle Infektion hindeuten). Bei Babys und kleinen Kindern sind Warnzeichen unter anderem schnelles oder schweres Atmen, eine bläuliche Haut, Trinkverweigerung oder auffällige Teilnahmslosigkeit. Im Zweifel lieber einmal zu früh Hilfe holen.

Durch die Grippesaison mit brite

Ob Impftermin, fiebersenkende Mittel oder deine Dauermedikamente: brite hilft dir, den Überblick zu behalten.

  • Impf-Erinnerung: denkt jede Saison rechtzeitig an die jährliche Grippeimpfung.
  • Einnahme-Erinnerung: für fiebersenkende Mittel oder ein antivirales Medikament im Zeitfenster.
  • Beschwerde-Tagebuch: halte Fieber und Verlauf fest, hilfreich fürs Arztgespräch.
  • Wechselwirkungs-Check: falls neue Mittel zu deinen Dauermedikamenten dazukommen.
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Häufige Fragen

Ein plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen, ausgeprägter Müdigkeit, trockenem Husten und Halsschmerzen. Man fühlt sich meist richtig krank, anders als bei einer leichten Erkältung.

Die Grippe beginnt meist plötzlich und heftig, mit hohem Fieber und starken Gliederschmerzen. Eine Erkältung kommt langsamer, mit Schnupfen und Halsschmerzen und meist ohne hohes Fieber. Sicher unterscheiden lässt sich beides aber nicht immer.

Die meisten gesunden Menschen erholen sich in ein bis zwei Wochen, die Hauptbeschwerden oft schon nach fünf bis sieben Tagen. Husten und Müdigkeit können länger anhalten. Verschlechtern sich die Beschwerden oder kommen Atemprobleme dazu, geh zum Arzt.

Sie können helfen, wirken aber nur, wenn sie früh begonnen werden, idealerweise innerhalb von etwa 48 Stunden. Sie verkürzen die Grippe meist nur um etwa einen Tag und sind vor allem für Risikogruppen und schwere Verläufe gedacht. Der Arzt entscheidet.

Nein. Die Grippe wird von Viren ausgelöst, dagegen wirken Antibiotika nicht. Sie kommen nur infrage, wenn zusätzlich eine bakterielle Komplikation wie eine Lungenentzündung auftritt.

Idealerweise von Oktober bis Mitte Dezember, vor der Grippewelle. Der Schutz baut sich über etwa zehn bis vierzehn Tage auf. Auch eine spätere Impfung kann sich noch lohnen. Die Impfung muss jedes Jahr neu erfolgen.

Empfohlen wird die Impfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke jeden Alters, Schwangere, Personal und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches Personal. Wer nicht dazugehört, kann sich ebenfalls impfen lassen.

Bei Atemnot, Schmerzen in der Brust, bläulichen Lippen, Verwirrtheit oder einer plötzlichen Verschlechterung nach anfänglicher Besserung. Bei Babys auch bei schnellem Atmen, bläulicher Haut oder Trinkverweigerung. Dann sofort Hilfe holen.

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Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Ratgeber Influenza (saisonale Influenza). rki.de
  2. STIKO (Ständige Impfkommission am RKI): Empfehlungen zur Influenza-Impfung (Epidemiologisches Bulletin). rki.de
  3. RKI / Arbeitsgemeinschaft Influenza: Influenza-Surveillance und GrippeWeb. influenza.rki.de
  4. IQWiG / gesundheitsinformation.de: Grippe (Influenza). gesundheitsinformation.de
  5. BZgA: infektionsschutz.de, Grippe und Grippeimpfung. infektionsschutz.de
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Empfehlungen zur Grippeimpfung können sich jährlich ändern, maßgeblich sind die aktuellen Empfehlungen von RKI und STIKO. Bei Atemnot, Schmerzen in der Brust oder einer plötzlichen Verschlechterung wähle den Notruf 112. Stand: Juni 2026.