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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Hämorrhoiden sind ein ganz normales Gefäßpolster im Analkanal, das jeder Mensch hat. Es hilft, den After fein abzudichten. Erst wenn sich dieses Polster vergrößert und Beschwerden macht, spricht man vom Hämorrhoidalleiden. Im Alltag ist mit Hämorrhoiden aber meist genau das gemeint.
Das Hämorrhoidalleiden ist sehr häufig und in den allermeisten Fällen harmlos, auch wenn es unangenehm und manchmal beunruhigend ist. Wichtig zu wissen: Behandelt wird nur, was Beschwerden macht. Vergrößerte Hämorrhoiden ohne Symptome müssen nicht behandelt werden.
Stuhlregulierung und Medikamente einfach im Blick behalten.
Wer regelmäßig Mittel wie Macrogol nimmt, profitiert von einer festen Routine. brite erinnert dich an die Einnahme, prüft Wechselwirkungen und führt deinen Medikationsplan.
Kostenlos registrierenWelche Beschwerden auftreten, hängt von der Größe der Hämorrhoiden ab. Typisch sind:
Hämorrhoiden selbst tun meist nicht weh, weil sie oberhalb der schmerzempfindlichen Zone liegen. Starke, plötzliche Schmerzen mit einem harten Knoten sprechen eher für eine Analvenenthrombose oder einen kleinen Einriss (Analfissur) und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Hauptauslöser ist meist starkes Pressen beim Stuhlgang, oft als Folge von Verstopfung. Begünstigend wirken:
Hämorrhoiden werden je nach Ausprägung in vier Schweregrade eingeteilt. Der Grad bestimmt mit, welche Behandlung sinnvoll ist. Die Übergänge sind dabei fließend.
| Grad | Was passiert |
|---|---|
| Grad I | vergrößert, aber nur innen. Von außen nicht sichtbar oder tastbar. Häufig eine schmerzlose Blutung. |
| Grad II | treten beim Pressen heraus, ziehen sich danach von selbst wieder zurück. |
| Grad III | treten beim Pressen heraus und müssen mit dem Finger zurückgeschoben werden. |
| Grad IV | liegen dauerhaft außen und lassen sich nicht mehr zurückschieben. |
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Die Diagnose ist meist unkompliziert. Die Ärztin oder der Arzt schaut sich die Region an, tastet sie aus und sieht mit einem kurzen Proktoskop (einer kleinen Spiegelung des Analkanals) direkt nach den Hämorrhoiden.
Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Ursachen. Bei Blut im Stuhl, ab etwa 50 Jahren oder bei Risikofaktoren kann eine Darmspiegelung (Koloskopie) sinnvoll sein, um ernstere Ursachen sicher auszuschließen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad. Die Basis, also eine gute Stuhlregulierung, gehört aber zu jedem Stadium dazu. Grundsätzlich gilt: Grad I und II sind die Domäne der schonenden Verfahren, Grad III und IV brauchen häufiger eine Operation.
| Grad | Typische Behandlung |
|---|---|
| Grad I | Basistherapie (Stuhlregulierung). Bei anhaltender Blutung eine Verödung (Sklerosierung). |
| Grad II | Verödung oder Gummibandligatur (Abbinden mit einem kleinen Gummiring). |
| Grad III | meist Gummibandligatur, oft eine Operation. |
| Grad IV | in der Regel eine Operation (zum Beispiel eine Hämorrhoidektomie). |
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Verödung und Gummibandligatur sind kleine, ambulante Eingriffe mit wenig Aufwand. Eine Operation kommt vor allem bei Grad III und IV infrage. Welches Verfahren passt, hängt auch von Begleiterkrankungen, Medikamenten und der Vorgeschichte ab.
Frei verkäufliche Salben und Zäpfchen lindern Beschwerden, beseitigen die vergrößerten Hämorrhoiden aber nicht. Sie wirken also symptomatisch. Welcher Wirkstoff sinnvoll ist, hängt vom Beschwerdebild ab. Diese Gruppen gibt es:
| Wirkstoffgruppe | Beispiele | Was sie tun | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Lokalanästhetika | Lidocain, Cinchocain, Lauromacrogol, Benzocain | betäuben kurzfristig Schmerz, Brennen und Juckreiz | nur symptomatisch, können bei längerer Anwendung die Haut empfindlich machen |
| Adstringentien (zusammenziehend) | Hamamelis (Zaubernuss), Zinkoxid, Bismut | lindern Nässen und Juckreiz, wirken leicht entzündungshemmend und schützen die Haut | meist gut verträglich, auch für etwas längere Anwendung |
| Entzündungshemmer mit Kortison | Hydrocortison (niedrig dosiert) | dämpfen stärkere Entzündung, Schwellung und Juckreiz | nur kurzfristig (in der Regel maximal ein bis zwei Wochen), nicht zur Daueranwendung |
| Pflegende und schützende Stoffe | Zinkoxid, Panthenol, Lebertran | schützen die gereizte Haut und unterstützen die Heilung | gut verträglich, ergänzend sinnvoll |
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Mehrere Mittel im Einsatz? Behalte den Überblick.
Ob Salbe, Zäpfchen oder ein Mittel zur Stuhlregulierung wie Macrogol: brite warnt vor Wechselwirkungen, erinnert an die Einnahme und hält deinen Plan fürs Arztgespräch bereit.
Jetzt kostenlos startenDie wichtigste Maßnahme bei Hämorrhoiden ist ein weicher, gut geformter Stuhl, damit du nicht pressen musst. Das nimmt den Druck von den Gefäßpolstern. Das hilft:
Ein Arztbesuch ist in diesen Fällen sinnvoll:
Ob ein Mittel zur Stuhlregulierung oder andere Medikamente: brite hilft dir, an die Einnahme zu denken und den Überblick zu behalten.
Meist sind sie harmlos, wenn auch unangenehm. Wichtig ist, eine Blutung mindestens einmal ärztlich abklären zu lassen, um andere Ursachen sicher auszuschließen.
Oft nicht, da Hämorrhoiden oberhalb der schmerzempfindlichen Zone liegen. Starke, plötzliche Schmerzen mit einem harten Knoten sprechen eher für eine Analvenenthrombose oder einen Einriss (Analfissur).
Das hängt vom Beschwerdebild ab: Lokalanästhetika gegen Schmerz und Juckreiz, Adstringentien wie Hamamelis gegen Nässen, kurzfristig Kortison gegen starke Entzündung. Alle lindern nur die Beschwerden, beseitigen die Hämorrhoiden aber nicht.
Für Beschwerden direkt am After ist meist eine Salbe (am besten mit Applikator) besser, da sich Zäpfchen weiter oben auflösen. Für den Analkanal gibt es Analtampons, also Zäpfchen mit einer Mulleinlage, die den Wirkstoff am richtigen Ort halten.
Leichte Beschwerden bessern sich oft schon mit einer guten Stuhlregulierung. Deutlich vergrößerte Hämorrhoiden (höhere Grade) bilden sich aber meist nicht von selbst zurück und brauchen eine Behandlung.
Kurzfristig lindern frei verkäufliche Salben oder Zäpfchen Juckreiz und Schmerz. Die Ursache bekämpfst du aber mit weicherem Stuhl, also mit Ballaststoffen, ausreichend Trinken, bei Bedarf Macrogol, und mit weniger Pressen.
Ballaststoffreich essen, ausreichend trinken, nicht pressen, nicht zu lange auf der Toilette sitzen und sich regelmäßig bewegen. Das hält den Stuhl weich und nimmt Druck von den Gefäßpolstern.
Vor allem bei Grad III und IV, wenn eine gute Stuhlregulierung und kleine Eingriffe wie die Gummibandligatur nicht ausreichen. Welches Operationsverfahren sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.