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Sarah K., 34
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Sacubitril/Valsartan ist ein moderner ARNI-Wirkstoff und eine Säule der Herzschwäche-Therapie bei reduzierter Pumpfunktion. Er ersetzt dort oft einen ACE-Hemmer oder ein Sartan – wenn er richtig eingeschlichen und kontrolliert wird.
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Sacubitril/Valsartan niemals eigenmächtig absetzen oder pausieren. Bei Herzschwäche kann ein abruptes Absetzen die Pumpfunktion verschlechtern – Änderungen immer mit der Praxis abstimmen. Sacubitril/Valsartan (Handelsname Entresto®) ist ein moderner Kombinationswirkstoff für die Behandlung der chronischen Herzschwäche. Er gehört zur Wirkstoffklasse der ARNI (Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren) und vereint zwei Angriffspunkte in einer Tablette: den Neprilysin-Hemmer Sacubitril und das Sartan Valsartan.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Sacubitril/Valsartan |
| Handelsname | Entresto® |
| ATC-Code | C09DX04 |
| Wirkstoffklasse | ARNI – Neprilysin-Hemmer + Angiotensin-Rezeptorblocker |
| Darreichung | Filmtabletten 24/26 mg, 49/51 mg, 97/103 mg |
| Einnahme | 2× täglich, unabhängig von den Mahlzeiten |
| Standarddosis | Zieldosis 97/103 mg 2×/Tag (einschleichend) |
| Anwendungsgebiet | Chronische Herzschwäche mit reduzierter Pumpfunktion (HFrEF) |
| Rezeptpflicht | Ja |
Sacubitril/Valsartan setzt bei der Herzinsuffizienz an zwei Stellen gleichzeitig an – daher der Name ARNI. Das erklärt, warum die Kombination mehr kann als ein einzelnes Sartan.
Der Anteil Sacubitril hemmt das Enzym Neprilysin. Neprilysin baut normalerweise körpereigene, gefäßschützende Botenstoffe ab – die sogenannten natriuretischen Peptide. Wird Neprilysin gebremst, bleiben diese Peptide länger aktiv: Die Gefäße weiten sich, der Körper scheidet mehr Salz und Wasser aus und das Herz wird entlastet. Der Anteil Valsartan blockiert – wie das reine Sartan Valsartan – den Angiotensin-Rezeptor und senkt so den Blutdruck und die Belastung des Herzens.
Zusammen sorgen beide Bausteine dafür, dass das geschwächte Herz effektiver pumpen kann. In großen Studien senkte Sacubitril/Valsartan bei Herzschwäche mit reduzierter Pumpfunktion Krankenhausaufenthalte und Sterblichkeit stärker als ein ACE-Hemmer allein. Deshalb ist der Wirkstoff heute eine tragende Säule der modernen Herzinsuffizienz-Therapie und ersetzt dort häufig einen ACE-Hemmer oder ein Sartan.
Sacubitril/Valsartan wird zweimal täglich eingenommen, morgens und abends, unabhängig vom Essen. Die Behandlung beginnt niedrig dosiert und wird schrittweise – meist alle zwei bis vier Wochen – bis zur Zieldosis gesteigert. So kann sich der Kreislauf an die blutdrucksenkende Wirkung gewöhnen.
| Situation | Dosis |
|---|---|
| Startdosis (Standard) | 49/51 mg 2×/Tag |
| Niedriger Start (niedriger Blutdruck, Vormedikation) | 24/26 mg 2×/Tag |
| Zieldosis | 97/103 mg 2×/Tag |
| Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion | Niedrigerer Start, langsameres Steigern |
Eine vergessene Dosis wird nachgeholt, sobald es auffällt – liegt die nächste Einnahme aber schon nahe, wird die vergessene ausgelassen. Nimm niemals die doppelte Menge auf einmal. Was bei einer vergessenen Einnahme generell gilt, erklärt der Ratgeber Medikament vergessen.
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Bei der Herzschwäche mit reduzierter Pumpfunktion konkurriert Sacubitril/Valsartan mit den klassischen Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems: den ACE-Hemmern wie Ramipril und den Sartanen wie Valsartan. Der ARNI wird bei geeigneten Betroffenen bevorzugt eingesetzt und ersetzt dann eines dieser Medikamente – er wird nicht zusätzlich dazu gegeben.
| Eigenschaft | ARNI (Sacubitril/Valsartan) | ACE-Hemmer | Sartan |
|---|---|---|---|
| Angriffspunkt | Neprilysin + Angiotensin-Rezeptor | ACE-Enzym | Angiotensin-Rezeptor |
| Einnahme | 2× täglich | 1–2× täglich | 1× täglich |
| Stellenwert bei HFrEF | Bevorzugt, ersetzt ACE-Hemmer/Sartan | Etablierte Basis | Alternative bei Reizhusten |
| Reizhusten | Selten | Häufiger | Selten |
| Besonderheit | 36 h Abstand nach ACE-Hemmer nötig | Nicht mit ARNI kombinieren | Nicht zusätzlich zum ARNI |
Ob ein ARNI, ein ACE-Hemmer oder ein Sartan das Richtige ist, hängt von der Pumpfunktion, dem Blutdruck, der Nierenfunktion und der Verträglichkeit ab. Neben diesen Wirkstoffen gehören bei der Herzschwäche meist auch ein Betablocker wie Bisoprolol und ein Aldosteron-Gegenspieler wie Spironolacton zur Basistherapie. Die Wahl trifft die Ärztin oder der Arzt individuell.
Die häufigste Nebenwirkung ergibt sich direkt aus der Wirkung: ein zu niedriger Blutdruck. Er macht sich durch Schwindel, besonders beim Aufstehen, bemerkbar. Auch die Nierenwerte und der Kaliumspiegel können sich verändern.
| Nebenwirkung | Häufigkeit | Was tun? |
|---|---|---|
| Niedriger Blutdruck, Schwindel | Häufig | Langsam aufstehen; bei starkem Schwindel Praxis informieren |
| Erhöhtes Kalium im Blut | Häufig | Kontrolle nach Vorgabe; kaliumreiche Präparate meiden |
| Verschlechterte Nierenwerte | Gelegentlich | Regelmäßige Blutkontrollen |
| Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Rachen) | Selten | Notfall – sofort 112 |
Sacubitril/Valsartan greift in den Blutdruck-, Kalium- und Nierenhaushalt ein – deshalb sind einige Kombinationen kritisch. Prüfe sie im Wechselwirkungs-Check.
| Stoff / Medikament | Wechselwirkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| ACE-Hemmer (Ramipril, Enalapril) | Stark erhöhtes Angioödem-Risiko | Streng kontraindiziert; 36 h Abstand |
| Andere Sartane (z. B. Valsartan) | Doppelte Blockade, kein Zusatznutzen | Nicht kombinieren |
| Kaliumsparende Mittel (Spironolacton), Kaliumpräparate | Kalium kann gefährlich steigen | Nur mit Kontrolle des Kaliumspiegels |
| NSAR (Ibuprofen, Diclofenac) | Schwächen die Wirkung, belasten die Niere | Meiden, besonders bei Nierenschwäche |
Weil Sacubitril/Valsartan Blutdruck, Kalium und Nierenfunktion beeinflusst, gehören regelmäßige Blut- und Blutdruckkontrollen dazu – vor allem in der Einstellungsphase und nach jeder Dosissteigerung. Kontrolliert werden Kalium und die Nierenwerte; bei Bedarf passt die Praxis die Dosis an. Eine gut eingestellte chronische Nierenerkrankung schließt die Therapie nicht aus, erfordert aber engere Kontrollen.
Beim Wechsel von einem ACE-Hemmer auf den ARNI ist die 36-Stunden-Pause Pflicht. Der Wechsel von einem Sartan ist unkomplizierter, weil kein zusätzliches Angioödem-Risiko besteht. In der Schwangerschaft darf Sacubitril/Valsartan nicht eingenommen werden. Setz das Medikament nie eigenmächtig ab – ein digitaler Medikationsplan hilft, den Überblick über alle Herzmedikamente zu behalten.
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