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Sarah K., 34
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Ständig erkältet? Erfahre, warum manche Menschen häufiger Infekte bekommen, welche Ursachen dahinterstecken und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Jetzt kostenlos registrierenVon häufigen Infekten spricht man, wenn jemand deutlich öfter krank wird als der Durchschnitt — und zwar wiederholt mit Atemwegsinfekten (Erkältung, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung), Harnwegsinfekten, Hautinfekten oder kombiniert.
Die Häufigkeit allein sagt aber noch nichts über das Immunsystem aus. Entscheidend ist, wie schwer die Infekte verlaufen, wie schnell sie aufeinanderfolgen und ob ungewöhnliche Erreger beteiligt sind. Ein gesundes Immunsystem braucht regelmäßigen Kontakt mit Krankheitserregern — besonders bei Kindern ist eine erhöhte Infektrate normaler Bestandteil der Immunreifung.
Wichtig ist die Unterscheidung: Häufige, milde Infekte deuten meistens auf erhöhte Belastung (Stress, Schlafmangel, Mangel-Ernährung) oder Exposition (Kinder, Pflegeberufe) hin. Schwere, atypische oder bakteriell-rezidivierende Infekte können dagegen Hinweise auf eine echte Immunschwäche sein.
Die ELVIS-Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Immunologie helfen bei der Einordnung. Auffällig sind:
Chronischer Stress erhöht Cortisol — das dämpft die Immunantwort. Schlafstörungen und Schlafdefizit (weniger als 6 Stunden) verdoppeln nachweislich das Infektionsrisiko bei Erkältungsviren.
Eisenmangelanämie schwächt die zelluläre Immunantwort. Vitamin-D-Mangel ist in Deutschland besonders im Winter sehr häufig und mit erhöhter Infektanfälligkeit assoziiert. Zinkmangel beeinträchtigt die T-Zell-Funktion. Diese Mängel sind im Blut messbar und gut behandelbar.
Diabetes — besonders schlecht eingestellt — schwächt das Immunsystem deutlich. Typische Folgen: häufigere Harnwegsinfekte, schlechter heilende Wunden, Hautinfektionen, vermehrte Atemwegsinfekte.
COPD, Asthma, chronische Nierenerkrankungen, Leberzirrhose, HIV-Infektion, Krebserkrankungen und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn gehen oft mit erhöhter Infektanfälligkeit einher.
Rauchen schädigt das Flimmerepithel der Atemwege und macht anfälliger für Bronchitis und Lungenentzündungen. Chronischer Alkoholkonsum unterdrückt die Immunfunktion und erhöht das Risiko für Pneumonien deutlich.
Angeborene Defekte des Immunsystems sind selten, aber wichtig — die häufigste Form ist der selektive IgA-Mangel (ca. 1:500) und das variable Immundefekt-Syndrom (CVID). Erstmanifestation oft im Erwachsenenalter, viele Jahre unterdiagnostiziert. Hinweise: rezidivierende bakterielle Atemwegsinfekte, chronische Durchfälle, Autoimmunphänomene.
Bei Kindern ist eine erhöhte Infektrate in den ersten Lebensjahren physiologisch — das Immunsystem reift erst durch wiederholte Erregerkontakte. Besonders im ersten Kita-Jahr sind 8–12 Atemwegsinfekte pro Jahr normal.
Zeitnah ärztlich abklären lassen, wenn:
Die Abklärung erfolgt stufenweise:
Mehr: Arzttermin vorbereiten, Blutwerte verstehen.
Mehrere Medikamentengruppen können das Immunsystem schwächen und so häufige Infekte begünstigen:
Mehr: Wechselwirkungen von Medikamenten, Medikamente richtig einnehmen.
Bei häufigen Infekten und in Risikogruppen sind aktualisierte Impfungen besonders wichtig. Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission):
Bei primären Immundefekten kann die Impfantwort vermindert sein — hier helfen Titerkontrollen und ggf. passive Immunisierung mit Immunglobulinen.
brite unterstützt dich dabei, Häufige Infekte besser einzuordnen und den Überblick über deine Medikamente zu behalten.