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Sarah K., 34
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Auf einen Blick
Neurodermitis (auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie gehört zur Gruppe der atopischen Erkrankungen — zusammen mit Asthma und Heuschnupfen (sogenannte atopische Trias). Ein Teil der Betroffenen hat gleichzeitig eine allergische Komponente.
Typisch ist eine extrem trockene, juckende Haut mit entzündlichen Hautveränderungen, die in der Regel in Schüben auftreten. Der oft quälende Juckreiz gilt als Leitsymptom und wird von vielen Betroffenen als größte Belastung empfunden.¹˒³
In Deutschland sind schätzungsweise mehrere Millionen Menschen betroffen — Kinder deutlich häufiger als Erwachsene. Bei vielen Kindern bessert sich die Erkrankung bis zur Pubertät deutlich.¹˒⁴
Ein intensiver Juckreiz ist das Hauptsymptom und häufig die größte Belastung. Er ist oft nachts und in Schüben besonders ausgeprägt — und kann zu Schlafstörungen, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und psychischer Belastung führen. Kratzen kann die Haut zusätzlich schädigen und den typischen Teufelskreis weiter antreiben.
Typisch sind der sogenannte Milchschorf am Kopf sowie Wangen und Stirn; häufig auch die Streckseiten von Armen und Beinen. Der Windelbereich bleibt in der Regel frei.
Häufig sind Ellenbeugen, Kniekehlen (sogenanntes Beugenekzem), Handgelenke, Nacken und Fußrücken betroffen.
Oft im Bereich der Hände (ein Handekzem kann berufsrelevant sein), aber auch im Gesicht, am Hals, Nacken und Dekolleté. Augenlider und Lippen sind nicht selten mitbetroffen. Lichenifikationen (lederartige Hautverdickungen) sind in dieser Altersgruppe häufiger.
Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt — es gibt keinen einzelnen Labortest, der eine Neurodermitis eindeutig beweist.¹
Mehr: Arzttermin vorbereiten.
Eine konsequente tägliche Hautpflege ist in der Regel die Grundlage jeder Neurodermitis-Behandlung — auch in schubfreien Phasen. Ohne eine gute Basispflege wirken meistens auch Medikamente schlechter. Ziel ist es, die gestörte Hautbarriere zu unterstützen und die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen.¹˒³
Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet immer die behandelnde Dermatologie — meist auf Basis des Schweregrads und der individuellen Situation. Die aktuelle S3-Leitlinie beschreibt ein Stufen-Schema, bei dem die Basistherapie auf jeder Stufe weiterläuft.¹
Basistherapie im Vordergrund — ergänzt durch das Vermeiden bekannter Trigger und gegebenenfalls eine strukturierte Schulung.
Wenn topische Therapie allein nicht ausreicht, kommen systemische Medikamente in Betracht. Die S3-Leitlinie stuft Biologika und JAK-Hemmer als wichtige Optionen ein.¹˒²
Greifen in die Signalwege mehrerer Entzündungsbotenstoffe ein. Möglicher Vorteil: häufig schneller Wirkeintritt — gerade auf den Juckreiz. Vor Therapiebeginn und im Verlauf sind regelmäßige Laborkontrollen nötig (Blutbild, Leberwerte, Thromboembolierisiko).¹˒²
Mehr: Wechselwirkungen von Medikamenten.
Die Neurodermitis zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter.¹˒⁴
Neurodermitis ist meistens weit mehr als eine Hauterkrankung. Die „unsichtbare" Belastung wird häufig unterschätzt:
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